Dass es frueh war, merkten wir schnell daran, weil Caro (mit ihren noch ganz kleinen Augen) an der Bushaltestelle unsere schoene Badetasche aus Laos hat liegen lassen. Gluecklicherweise waren dort nur noch ein paar Kuechenutensilien und Nahrungsmittel drin, die wir mitnehmen wollten. Aber die schoene Tasche halt - doch das Pech sollte uns auch noch bis nach Sydney begleiten...
Nach der Landung durften wir erst mal noch ne dreiviertel Stunde artig sitzen bleiben, da die Fluglotsen in Streik getreten waren und uns so niemand einen Parkplatz zuweisen konnte. Als wir dann einen hatten, mussten wir noch per Bus zum Hauptterminal gekarrt werden, da wir irgendwo im Niemandsland standen.
Was wir bis dahin noch nicht wussten war, dass neben den Fluglotsen auch das Personal fuer die Gepaeckbefoerderung in Streik getreten war. Also: Kein Gepaeck fuer Caro und Alex.
So sind wir ohne Rucksaecke in die Stadt gefahren, um uns wenigstens eine Unterkunft suchen zu koennen. Unser heissgeliebtes "Eva's Backpackers" war logischerweise ausgebucht, so dass wir ohne gross zu ueberlegen eine Tuer weiter im "Sydney Central Backpacker" eingecheckt haben. Per Handy wollten wir uns dann ueber die angeblich kostenlose Servicenummer ueber den aktuellen Gepaeckstatus informieren. Kein Durchkommen und endlose Warteschleife! Und kostenlos war die Nummer nateurlich auch nicht...
Abends hiess es dann rein in den Airportbus und zureuck zum Flughafen, wo wir dann endlich unsere Rucksaecke in Empfang nehmen konnten. Puh! Wenigstens gab's von Qantas noch einen Taxigutschein fuer die Rueckfahrt in die Stadt, was dann auch etwas laenger als geplant gedauert hatte, da fast in der ganzen Stadt Stromausfall war und Ampeln nunmal nur damit funktionieren...
Kochen wollten wir an diesem Abend nach dem ganzen Aerger nicht mehr, so dass wir uns im "Hunky Dory" Fish&Chips an den Start gestellt haben und dazu einen Sixpack Bier aus dem Bottleshop gekippt haben. Is ja schliesslich BYO hier in Australien!
Das Essen war fantastisch, bis -heute bekanntermassen vom Pech verfolgt- eine fette Kakerlake auf unseren leergegessenen Tellern Platz nahm, und der Koch sie dann genommen hat und mit seinen Kuecheschuhen zertreten hat.
Alex der alte Hotelfuchs wusste natuerlich, dass das mit Abstand die schlimmste Kakerlaken-Suende war, denn die Viecher koennen so noch ihre Eier ablegen und sich schoen nach dem eigenen Tod weiter vermehren. Also somit kein "Hunky Dory" mehr fuer uns!
Beim sintflutartigem Regen (bis heute war das Wetter in Sydney wohl einzigartig!) um 23:00 Uhr ins Bett gefallen. Sauberer Tag...
Am naechsten Morgen mussten wir dann leider feststellen, dass auch unser Backpacker nicht die beste Wahl war. Komische, unfreundliche und unordentliche Menschen hier. Naja, soll ja nur fuer zwei Naechte sein.
Nachdem Alex sich mal wieder beim Frisoer in Kings Cross aufhuebschen hat lassen -wie die Schafe in Neuseeland-, haben wir uns auf den Weg zum Queen Victoria Building mitten in der Stadt gemacht.
Hier wussten wir, dass es eine German Bakery gibt, die echtes Vollkornbrot baeckt. Schnell gekauft und weiter in den nachsten Supermarkt um den "Belag" dafuer zu kaufen. Bei stroemenden Regen zurueck ins Backpacker und erst mal ne ECHTE Brotzeit.
Auch am naechsten Tag war das Wetter nicht wirklich berauschend, so dass wir unsere Zeit ueberwiegend mit Rumgammeln und Internet verbracht haben. Tut aber auch mal gut.
Abends haben wir uns dann noch mit Hannes, seinen Schwestern und nem Freund aus der Schweiz getroffen. Zuerst waren wir in einem urtypischen Pup mit sogenanntem Thekenessen. Man bestellt selbst und bekommt einen Piepser, und wenn das Essen fertig ist, kann man es sich an der Theke abholen. Das Beste war allerdings, dass hier kein Essen mehr als 10 AUS$ kostete. Und die Auswahl war riesig uns absolut hochwertig. Fuer Alex z.B. gab's ein 400g T-Bone-Steak mit selbstgemachtem Kartoffelpuerree, Salat und ner scharfen Pfeffersosse. Das sollen sie in Muenchen mal nachmachen!
Anschliessend sind wir noch in ein Pub mit stranger Live-Musik weitergezogen, Biere gekippt und natuerlich bei Regen heimgestapft.
Trotzdem koennen wir sagen, dass Sydney -selbst vom Pech verfolgt und mit schlechtem Wetter- immer eine Reise wert ist. Sehr zum Wohlfuehlen hier!
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