Samstag, 11. April 2009

Australien: Blue Mountains & Sydney to Melbourne via Coastal Drive (02.04.-06.04.09)

4 Naechte ohne "Campingleben". Endlich war es heute wieder soweit: wir durften unseren neuen Campervan abholen.

Unser neuer Camper ist zwar laaange nicht so cool wie die "Sphinx", dafuer aber die High-Top-Deluxe-Variante! Gerade mal 30.000 km drauf, top ausgestattet mit Hi-Top-Dach (d.h. wir koennen im Camper stehen!), zwei Airbags, einem richtigen Kuehlschrank, Spuelbecken, vielen Ablagefaechern, einer Mikrowelle (ist zwar die Frage, wer die braucht, aber toll!) und saemtliche Kuechenutensilien, die man sich nur vorstellen kann.

Und: wir haben durch eine extra Batterie, durch die auch der Kuehlschrank betrieben wird, 3 helle Innenlampen! Ist ja ganz wichtig in Australien, denn es ist schon ab 18 Uhr stockdunkel! Und schlafen will man um diese Uhrzeit ja nun wirklich noch nicht.





Bis wir uns noch den Lonely Planet besorgt hatten und der Grosseinkauf erledigt war, war es auch schon Spaetnachmittag. Der Verkehr und vor allem die Staus in Sydney sind auch nicht zu unterschaetzen. So sind wir am ersten Tag gerade mal bis zum Beginn der Blue Mountains gekommen - man haette allerdings eh nicht viel gesehen, weil das Wetter nach wie vor bescheiden war und selbstverstaendlich in den Bergen wolkenverhangen. Dafuer haben wir aber ein "nicht tolles, aber auch nicht schlechtes" Fleckchen zum Freecampen gefunden!

So standen die Blue Mountains fuer den naechsten Tag auf dem Programm. Auch das Wetter hat am naechsten Tag etwas besser mitgespielt: kein Regen, nur ein paar Wolken - aber gute Sicht- und das war ja die Hauptsache! Die Highlights der Blue Mountains waren relativ schnell abgefahren (Sublime Point, Echo Point und natuerlich die "Three Sisters"), dann entschieden wir uns lieber schon den Weg Richtung Sueden aufzunehmen, weil das Wetter ja auch nicht so perfekt war, und wir die Wege und Entfernungen noch so gar nicht abschaetzen konnten.





So ging's die naechsten Tage den Princess Highway entlang der suedlichen Ostkueste.
Das Blowhole in Kiama, das Wasser bis zu 60m in die Hoehe spritzt, war nicht sehr spektakulaer, dafuer um so mehr die Pelikane, die dort rumschwommen und ein "Rock Pool", ein von den rauen Wellen geschuetzter natuerlicher Meeres-Pool. Gleich mal rein, erfrischen...




Und gleich am ersten Abend an der Kueste begegneten wir ihnen endlich - wir waren ja schon voll groesster Erwartung - den ersten Kaenguruhs! Die huepften wild auf dem Campingplatz rum und man konnte sie sogar streicheln, die frechen Dinger...





Und Australiens Fauna meinte es an diesem Tag wohl besonders gut mit uns: Nicht nur Kaenguruhs gab es hier, auch viele Papageien (denen man morgens am liebsten den Kragen rumdrehen wuerde, so einen Zirkus, wie die veranstalten...).



Am naechsten Tag wollten wir eigentlich einen kurzen Abstecher zum Pebbly Beach machen, soll ein sehr schoener Strand sein, der bekannt dafuer ist, dass dort ueberall ganz zahme Kaenguruhs rumspringen. Doch die Gravel Road (ungeteerte Strasse) dorthin hat uns leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Denn "Gravel Road" = "Keine Versicherung von Mietcampern zahlt." Wie nervig...

Dann eben weitergefahren. Das naechste Highlight - ein ALDI in Ulladulla! Riecht und sieht von Innen aus wie daheim und so haben wir uns mal ein bisschen heimisch gefuehlt. :-)



Ueber die "Saffire Coast Road" sind wir direkt an der Kueste entlang bis nach Merimbula gefahren. Am Beach von Tathra konnten wir mal wieder Delphine beobachten, die ganz nah an der Kueste schwommen - wobei das Schwimmen mit ihnen in Neuseeland natuerlich schoener war.



Ausserdem war es schon sehr touristisch hier und vor allem bei Australiern zu Ostern ungemein beliebt... Nach einem Plaetzchen zum Freecampen haben wir hier leider auch vergebens gesucht - wenigstens haben wir einen netten Campingplatz ein wenig im Hinterland gefunden, der "nur" mit 20AUS$ zu Buche schlug.

Am naechsten Morgen ging es entlang dem Princess Highway bei strahlendem Sonnenschein weiter und so langsam schien es so, dass es landschaftlich nun mehr unserem Geschmack und Vorstellungen entsprach: Cape Conran und Marlo waren wirkliche Postkartenmotive .




In Lake Entrance haben wir uns dann noch mit frischem Frutti-di-Mare-Mix eingedeckt, denn abends standen "Linguine al Mare" auf dem Menueplan, die uns dann auch ausgezeichnet gelungen sind!

Die folgende Nacht war kalt und auch am naechsten Morgen war keine wirkliche Besserung in Sicht. Nichtsdestotrotz stand heute der Wilson Promontory Nationalpark auf dem Programm. Hier brach im Februar 2009 ein fuenfwoechiges und vernichtendes Buschfeuer aus, welches 50% des Parks zerstoerte. Trotz der Zerstoerung boten sich einem fantastische Bilder und mit Erstaunen stellten wir fest, mit was fuer einer Kraft die Natuer sich bereits nach 3 Wochen erholt und die verbrannte Erde fuer sich zurueckerobert hatte. Irgendwie beruhigend...






Squecky Beach -auch im Nationalpark- bot einem feinsten Sand, tolle Felsformationen, tobenden Wind und Eiseskaelte.

Also nichts wie weiter nach Phillip Island, wo man anscheinend gut Pinguine beobachten kann. Leider wurde uns bei Ankunft klar, dass die Beobachtung der sog. Pinguinparade saumaessig teuer ist und keinesfalls eine naturverbunde Beobachtung darstellt: Am Strand sind Holztribuenen fuer eine grosse Anzahl an Schaulustigen aufgebaut. Das war also nichts fuer uns. Daher haben wir uns entschieden, in einen kleinen Wildlife Park zu gehen, um uns mit der australischen Tierwelt bekannt zu machen. Bis auf wenige Ausnahmen, durften die Tiere hier voellig ungestoert in der Natur umherirren und man durfte sie natuerlich auch fuettern. Ein sehr grosser Spass!









Abends haben wir dann auf einer Rest Area, wo wir beschlossen hatten, unser Nachtlager aufzuschlagen, ein aelteres Eherpaar kennengelernt - nateurlich ueber die grosse Camper-Frage: "Are you going to spend the night here?". Diese beiden Schlaubi-Schluempfe hatten doch tatsaechlich einen Fuehrer an Bord, der australienweit saemtliche Low-Budget Campingplaetze und Freecamping-Plaetze auflistet. Der absolute Hit - diesen Fuehrer MUESSEN wir natuerlich auch kaufen.

Keine Kommentare: