Mittwoch, 22. April 2009

Australien: Litchfield National Park, Howard Springs, Darwin (21.04.-22.04.09)

Heute morgen machten wir einen kleinen Stop am "World War II Cemetery" in Adelaide River. Wenn es schon mal bissl was Geschichtliches zu sehen gibt (die Gegend um Darwin war relativ stark in den 2. Weltkrieg eingebunden)... Der Friedhof war nicht sonderlich interessant, dafuer aber die Pfauen, die wild davor auf der Strasse rumliefen. Diese Tiere haben wir bisher nur im Zoo gesehen.



Unser heutiger Plan war es, durch den Litchfield National Park zu "streunen", wo es viele Wasserfaelle zu sehen gibt, die aber meistens in natuerliche Schwimmbecken muenden. Und das war heute genau das Richtige fuer uns bei dieser extrem feuchten Hitze!

Mittlerweile befinden wir uns allerdings schon so weit im Norden von Australien, dass wir im Lebensraum der "Salties" angekommen sind. Salties sind die gefaehrlichsten und gern mal aggressiven Salzwasser-Krokodile, die ueberwiegend nur in Australien vorkommen. Die aber nicht wie der Name sagt, nur im Salzwasser leben, sondern auch gern mal in Fluessen und eigentlich saemtlichen Gewaessern Nordaustraliens. Wenigstens vergisst man diese Gegebenheit nicht, da alle paar Meter Schilder auf diese Tiere hinweisen.



Ideal zum Schwimmen sollen aber die Wangi-Falls sein. Absolut wunderschoen!



Hier ist eigentlich das ganze Jahr ungefaehrliches Schwimmen erlaubt, denn es gibt normalerweise keine Krokodile. Nicht aber wenn Caro und Alex kommen! Alles mit Zaeunen abgesperrt! Mit Hinweisschildern, dass sich hier momentan die Salties aufhalten. Problem ist, dass die Regenzeit gerade vorbei ist und es noch zu viel Wasser gibt, so dass sich die Krokodile noch recht weit streuen koennen. Na klasse - also nur gucken und weiter ging die Fahrt.


Allerdings mussten wir nicht weit fahren, um doch noch zum Baden zu kommen. Die 'Buley Rockholes', kleine Wasserbecken an einem Fluss, waren krokodilsicher. Der Badespot war leider nicht ganz so idyllisch, dafuer um so voller. ;-) Weil's scheinbar die momentan einzige Moeglichkeit zum Baden im Park war, trafen sich hier wohl alle Besucher. Aber Erfrischung ist Erfrischung, also ab rein!




Auf unserem weiteren Weg sind wir auf riesige Termitenhuegeln gestossen.


Da es um die Mittagszeit dann so unertraeglich heiss und schwuel wurde, haben wir uns dazu entschlossen, dem Reisefuehrer-Campingplatz-Tipp 25km vor den Toren Darwins zu folgen. Schattige Stellplaetze unter tropischen Baeumen und ein riesiger Salzwasserpool - garantiert ohne Krokodile!



Nach etlichen Erfrischungen im Pool und leckerer Pasta in der "Open-Air-Campingkueche" haben wir dann abends die Bekanntschaft mit einer richtigen Harley Davidson Gang gemacht. Aber nicht wie erwartet, waren die Maenner und ihre Frauen keineswegs knallharte Rocker und Ruepel, ihr Ziel hingegen war es, mit einer Fahrt durch das Northern Territory auf die Gefahren von Prostata-Krebs aufmerksam zu machen.

Trinkfest waren sie trotzdem allesamt und so wurde der Abend entsprechend feuchtfroehlich, nachdem sie uns herzlich in ihre "Gemeinschaft" aufgenommen hatten. Und so wie es aussieht, muessen (!) wir den ein oder anderen an der Ostkueste besuchen kommen, gleich so haben sie uns in ihr Herz geschlossen.

Ein Highlight des Abends war es, dass wir Tex und Bundy kennengelernt haben. Bundy ist Australiens schnellster Hund - er wird auf jeder Tour seines Biker-Herrchens vorne auf dem Tank mitgenommen (eigener Sturzhelm, Rockerweste und Sonnenbrille inklusive) - und es wird staendig von ihm in der Presse und in TV-Reportagen berichtet.



Bundy ist toll, sein Herrchen hingegen ein wenig ein Angeber... ;-)

Please take a look: http://www.youtube.com/watch?v=VS0XlzlGrKw

Nachdem sich die "aelteren" Biker betrunken in ihre Zelte zurueckgezogen hatten, sassen wir dann noch Ewigkeiten mit Todd und Simon zusammen und tranken fleissig weiter. Die beiden Jungs machen ebenfalls eine Weltreise, allerdings mit Ihrem Motorrad. Beide waren auch davor schon viel rumgekommen und so konnten wir echt spannende und interessante Geschichten von ihnen hoeren. Wobei wir feststellen mussten: Auch unsere Geschichten und Erfahrungen fanden begeisterte Zuhoerer. Ja, nach nun fast vier Monaten koennen wir uns nun auch "richtige" Traveller nennen...

Wer will, sollte dieses tolle Projekt der beiden Jungs unterstuetzen: http://www.riderightround.org/index.php



Ein weiteres absolutes animalisches Spitzenerlebnis hier war es, dass abends immer Possums zur Feldkueche kamen um Reste abzustauben. Wir haben sie natuerlich kraeftig mit abgelaufenem Toast versorgt...






Und dann war dann noch der Tropenkater am naechsten Morgen... Col liess sich allerdings nicht davon abbringen, sein Versprechen des Vorabends einzuloesen, uns auf seinem Heiligtum ein wenig durch die Gegend zu kutschieren. Also trotz dickem Schaedel rauf auf die Harley:





Mittags sind wir noch rein nach Darwin gefahren um ein wenig zu bloggen und die Stadt anzusehen. Nette Stadt - aber viel zu heiss, um hier dauerhaft sesshaft zu werden.


(Im Hintergrund sitzen uebrigens die Aboriginals - man darf sie ja nicht direkt fotografieren. Alex ist somit NICHT das Highlight auf dem Bild!)

Der zweite Abend auf dem Campingplatz lief gluecklicherweise gemaechlicher ab, so dass wir die Etappe nach Darwin gemuetlich ausklingen lassen konnten, ehe es morgen weiter Richtung Kakadu National Park geht.

Und auch hier ist Alex wieder NICHT das Highlight, sondern unsere Traveller Bibel, die uns schon viel Geld gespart hat.... ;-)



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