Leider auch hier mal wieder laenger als urspruenglich geplant - mit den Fahrplaenen wird das hier in Laos nicht so genau genommen. Die Einheimischen, die ihre Einkaeufe aus der "grossen" Stadt zurueck in die auf der Strecke liegenden Doerfer brachten, wussten aber nur zu gut, wie man sich am besten die Zeit vertreiben konnte: Bier trinken und Karten spielen, und das genau 9 Stunden am Stueck. ;-)
Generell war das Boot im Vergleich zu der letzten Flussreise schon fast luxurioes: Man konnte aufrecht stehen und es gab eine Toilette! Auch mussten wir wieder feststellen, dass Bootle fahren einfach klasse ist. Man sitzt an der frischen Luft, kann die ganze Zeit links und rechts schauen und vor allem rumlaufen, was Alex' altem Ruecken gut tut! Und auch hier muss mal wieder erwaehnt werden, dass die Landschaft in Laos einfach atemberaubend schoen ist und das Bootfahren echt eine prima Alternative ist, diese zu bestaunen.
Nach 9 Stunden Fahrt sind wir dann also so gegen 18:00 Uhr in Pak Beng angekommen, was ungefaehr auf der halben Strecke bis Huay Xai liegt. Lt. Lonely Planet muss man hier anscheinend hoellisch auf sein Gepaeck aufpassen, denn ehe man sich versieht, schleppen kleine Kinder die Ruecksaecke den Berg hinauf, und wurden so nie wieder gesehen. Aber nicht mit der Aigner und dem Wieland - schoen selber getragen! Unterkunft war in dem kleinen Ort schnell gefunden und man konnte hier sogar schon wieder mit Baht bezahlen. So langsam heisst es nach drei Wochen Laos Abschied nehmen...
Pak Beng ansich ist nix tolles - hier treffen lediglich die Slowboote aus dem Norden und dem Sueden zusammen und das zeitgleich um 18:00 Uhr, so dass um 19:00 Uhr alle Restaurants voll sind und man ewig warten muss. Wirkt alles ein bisschen wie eine Massenabfertigung hier...
Am naechsten Morgen ging es weiter Richtung thailaendischer Grenze. Auch hier wieder im Fahrplan um knapp zwei Stunden "verschaetzt", so dass auch diese Fahrt 8 Stunden in Anspruch genommen hat. Noch ein letztes Mal die wunderschoene laotische Landschaft geniessen...
...bevor diese in Richtung Thailand immer langweiliger und eintoeniger wurde.
In Huay Xai bekamen wir mal wieder die volle Tristlosigkeit eines Grenzortes zu spueren, der allerdings ein tolles Highlight aufweisen kann: Die Gibbon-Experience! Das ist eine 3-taegige Dschungeltour, wo man logischerweise auf Gibbons treffen soll, sich dabei aber ueber ca. 50 m hoche Stahlseile von Baum zu Baum voranarbeitet. Leider war dieses Highlight schon fuer die naechsten zwei Tage ausgebucht (und bis zum 3. Tag wollten wir nicht unbedingt hier rumhocken, da man sonst gar nichts anstellen kann) - leider haette aber auch der Preis unser Budget gesprengt: 225$ pro Person! So haben wir uns eben nur eine Unterkunft fuer eine Nacht gesucht, um am naechsten Tag nach Nordthailand einzureisen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen