Freitag, 27. Februar 2009

Australien: Sydney (25.-28.02.09)

Der Flug nach Sydney war zwar bis auf den letzten Platz ausgebucht, aber mit Qantas fliegt man sogar in der Economy so gemuetlich, dass die 9 Stunden Flug total schnell vergingen.

Die ersten 2 Naechte hatten wir uns ins Eva's Backpackers am Kings Cross eingemietet. Die Zimmer sind im Vergleich zu Asien natuerlich Luxus - sogar mit Stuck an der Decke! Dafuer zahlen wir jetzt natuerlich auch um einiges mehr als in Asien...



An die australischen Preise muessen wir uns wohl erst mal wieder gewoehnen. Obwohl die Preise vergleichbar sind mit denen in Deutschland (vielleicht sogar etwas guenstiger), erscheinen sie fuer uns momentan noch als Wucher. Naja, in naechster Zeit werden wir wohl etwas mehr in die Tasche greifen muessen. Und eben wieder selbst kochen. Die Kueche im Eva's eignet sich fuer den Anfang schon mal sehr gut. Pasta mit Tunfisch-Tomaten-Sosse tun's fuer 6 AUS$ allemal!



Jetzt aber zur Stadt: Sydney ist einfach geil! Wir fuehlten uns sofort super wohl. Mag es an der westlichen Atmosphaere liegen oder auch am Klima, denn mit ca. 24 Grad ist es hier sehr angenehm (wobei es fuer die Jahreszeit wohl zu kuehl zu sein scheint).

Wahrscheinlich macht aber Sydney's Vielfalt die Stadt so unglaublich interessant und lebenswert: Im hektischen CBD, dem Business-Viertel und Zentrum der Stadt, ist eine wunderschoene Skyline an Hochhaeusern zu sehen, direkt daneben schliesst aber schon der Domain Park und Botanische Garten an, in denen man sich wiederum fuehlt, als waere man irgendwo aufm Land. Hier ist es total ruhig und es gibt Tiere, die fuer uns im ersten Moment total eigenartig waren, da wir sie noch nie davor gesehen hatten - wie der Ibis und ordentlich grosse Flughunde!



Das schoene ist, die Stadt ist ueberall von Meer umgeben. Ob es der Hafen ist mit seiner Oper (die komischerweise wirklich nur von weitem so unglaublich toll wirkt) und der Harbour Bridge oder die vielen Straende, die Sydney umgeben.









Alles in allem, man merkt: wir sind total begeistert von Sydney!
Nachdem wir am ersten Tag mit Christian, einem Deutschen aus dem Hostel, der Sydney wie seine Westentasche kennt, eine "Insider"-Stadttour gemacht hatten, haben wir uns am naechsten Tag das Sydney Aquarium angeschaut. Auch hier zeigt Australien seine unglaubliche Artenvielfalt und man kommt den Meeresbewohnern beaengstigend nahe...



An diesem Tag hatten wir uns noch gewundert, warum um die Oper und im botanischen Garten so viel los war. Klar doch: Ueber Nacht hat mal schnell die Queen Mary II, das groesste Passagierschiff der Welt, am abseits gelegenen Militaerhafen angelegt. Pech fuer die Passagiere, denn das Schiff ist so gross, dass es nicht unter der Habour Bridge durch passt. ;-)



Die letzte Nacht haben wir dann bei Hannes und Verena in ihrer tollen Wohnung schlafen duerfen. Inkusive einem Ausblick auf den Elisabeth Bay und einem echt italienischem Abendessen: Ein Traum!



Nachmittags ging's noch zum Bondi Beach, den man mit den oeffentlichen Verkehrsmitteln in nur knapp einer halben Stunde erreichen kann. Glueckspilze, die Sydneyaner! Es war zum Glueck absolut nicht viel los - an Wochenenden tummeln sich hier bis zu 35.000 Sonnenhungrige!




Surfer gab's fuer Caro gratis dazu, da wir uns mit den Strandregeln hier noch nicht auskannten und uns natuerlich genau da hin gelegt hatten, wo Surfen erlaubt war - Baden jedoch nicht... Warum, durften wir dann auch gleich beim ersten Schwimmen gehen selbst erfahren: Es hatte extreme Unterstroemungen und kleine blaue Quallen. Aber nix passiert und nun wissen wir, wie das Kaengaruh huepft!

Gleich am Stand angrenzend verlaeuft ein Coastal Walk mit einem tollen Panorama und lustigen Steinformationen, wo wir uns noch ein wenig die Fuesse vertreten haben.



Nach drei Naechten hiess es leider bereits wieder Abschied nehmen, da jetzt erstmal vier Wochen Neuseeland auf uns warten. Doch wir kommen wieder - keine Frage! ;-)

Thailand: Bangkok (23.-24.02.2009)

Bangkok war soooo schwuel!!! Ganz im Gegensatz zum Januar als wir hier waren, war es jetzt so drueckend heiss wie immer in der Stadt: sobald man aus einem klimatierten Raum kam, war man klatschnass! Gezwungenermassen haben wir uns ein Zimmer mit Air Con gesucht. Und das auch nicht mehr direkt bei der Khao San Road, sondern ca. 5 min davon entfernt - wo es meilen ruhiger und weniger versifft war. Die Rambuttri Road ist noch ein richtig schoenes Fleckchen in Bangkok mit vielen Essens- und Verkaufsstaenden und dennoch schraegen Typen.




Abends waren wir wieder am gleichen Essenstand essen, wie am Ankunftstag. Schon ein komisches Gefuehl nach ganzen 2 Monaten wieder hier angekommen zu sein - und zwischendrin soooo viel erlebt zu haben. Aber das tolle ist ja, wir fliegen nicht heim, sondern weiter!!! :)

Zum Schluss selbstverstaendlich noch eine letzte, guenstige Massage und den guenstigen thailaendischen "Sang Som"-Whiskey mit Cola zum Schlafengehen...




.... und wir sagen tschuess Asien... bis bald!

Montag, 23. Februar 2009

Thailand: Nichtstun auf Koh Chang (19.-23.02.09)

Koh Chang ist Thailands zweitgroesste Insel und so wie Phuket natuerlich in fester Hand von Touristen! Laut Lonely Planet findet man wohl aber am Lonely Beach am ehesten eine Backpacker-Atmosphaere. Hier verbrachten wir dann auch die naechsten 4 Naechte und es war echt schoen hier! Die Huette mit Haengematte gabs fuer 300 Baht und hatte eine nagelneue Matraze sowie tolle Kissen: Traumhaft! Der "Stadtkern" erinnerte ein wenig an Goa - hier konnten wir genau das machen, was wir uns vorgestellt hatten: Absolut gar nichts!













Man fand Zeit, die letzten zwei Monate Revue passieren zu lassen - schon unglaublich, was wir bis jetzt schon alles erlebt haben, wobei Laos und Kambodscha unsere bisherigen Highlights waren...

Auf der Rueckfahrt nach Bangkok wurden wir fuer die anstrengende Anreise entschaedigt: Man hat uns am Faehrhafen ungefragt in einen neuen und sehr bequemen Minibus gesteckt und kamen knappe vier Stunden spaeter erholt wieder in Bangkok an!

Thailand: Nachtbus nach Bangkok und Ankunft auf Koh Chang (18.-19.02.09)

Um 18:30 Uhr wurden wir vor unserem Guesthouse abgeholt, um puenktlich in unseren sogenannten V.I.P-Bus nach Bangkok zu steigen, der sich als alter, ungemuetlicher und reperaturbeduertftiger Touristenbus entpuppte. Was will man fuer 300 Baht pro Person aber auch erwarten... ;-)

Wenigstens waren zwei Fahrer mit dabei, die sich nach der Haelfte der Strecke abgeloest haben. Insgesamt lagen bis Bangkok ca. 650km vor uns, welche wir laut Fahrplan in knappen 11 Stunden haetten meistern sollen: Geplante Ankunft sollte um ca. 6:00 Uhr sein. So gut es g
ing haben wir es uns gemuetlich gemacht, und wir konnten sogar ein wenig schlafen!

Irgendwie war so gut wie kein Verkehr, so dass wir bereits gegen 3:00 Uhr den Stadtrand von Bangkok erreicht hatten, und wir um kurz nach 4:00
Uhr schon an der Khao San Road rausgeschmissen wurden. Es war drueckend heiss, es stank widerlich und ab und an krochen noch letzte Bierleichen an uns vorbei. Prima!

Wir hatten uns waehrend der Busfahrt endlich final entschieden, die letzten Tage bis zum Abflug nach Sydney auf Koh Chang zu verbringen, einer Insel "nahe" Bangkok, da alles andere unser Budget gespraengt haette oder zeitlich nochmal enorm aufwendig gewesen waere.

Der 1. Bus Richtung Sueden sollte erst so
gegen 8:00 Uhr abfahren - was also machen? Das einzige Guesthouse, welches noch/schon geoeffnet hatte, bot uns an, fuer 250 Baht ein Zimmer fuer zwei Stunden zu nehmen. Da es uns beiden echt bescheiden ging, haben wir es dankend angenommen - das Zimmer erinnerte allerdings schwer an Leonardo di Caprio in "The Beach". Ekelhaft! Naja, wir hatten ja die schon greifbare Aussicht von ein wenig Strand vor Augen!

Alex hat morgens um 7:00 noch schnell ein Busticket nach Koh Chang ergattern koennen
. Komischerweise waren die gewoehnlichen Tickets fuer 300 Baht bereits "ausverkauft", so dass wir noch jeweils 100 Baht drauflegen mussten. Hm - eigentlich ja nicht die Welt, aber man wird auf so einer Reise zu einem richtigen Sparfuchs, und da man auch noch weiss, dass eh alle -egal welches Ticket gekauft- in den selben Bus gestopft werden, aergert man sich eben doch! Egal: Immer an den Strand denken!

Die Busfa
hrt inklusive Faehre sollte bis ca. 16:00 Uhr dauern. Leider starteten wir bereits mit Verspaetung und unterwegs hatten wir dann noch eine Reifenpanne, so dass wir erst um kurz nach 20:00 Uhr am Lonely Beach auf Koh Chang angekommen sind. Nach unglaublichen 25 Stunden!!!...


Der Winnie-the-Pooh-Bus und seine Panne...




Immerhin schon auf der Faehre nach 24 Stunden...



Das Stadtzentrum von Lonely Beach, Koh Chang.

Thailand: Chiang Mai (15.-18.02.09)

Kaum die Grenze ueberquert, faellt extrem auf, wie weit Thailand eigentlich schon entwickelt ist! Im Gegensatz zu Kambodscha und Laos sieht man hier keine zerbrechlichen Holzhuetten mehr, alles ist aus Stein gebaut - meist sogar mit eigener Gartenabgrenzung, ganz sauber angelegt. Vor allem aber ist die Infrastruktur um einiges voraus... was das Reisen fuer uns endlich wieder entspannter macht.

Wir hatten uns entschieden, erst mal nach Chiang Mai weiterzufahren und das ging mit dem Minibus auch recht schnell in 4 Stunden.
Alex ging es am Reisetag nicht sonderlich gut (heute hatte er mal nen Flotten), und so haben wir es uns im Guesthouse gemuetlich gemacht - auf der super Dachterasse - und sind nur zum Abendessen kurz raus spaziert.

Auch den naechsten Tag sind wir eher gemuetlich angegangen und sind die Stadt ein bisschen abgelaufen. Denn in Chiang Mai gibt es schon wieder unendlich viele Tempel zu sehen (u.a. auch ein paar sehr schoene). Die Stadt an sich ist sehr nett und zum Wohlfuehlen: mit ihrer ueberschaubaren Groesse wirkt Chiang Mai einerseits wie eine Grossstadt, andererseits aber durch seine kleinen "Soi" (Gassen) auch noch laendlich. Abends gibt es einen grossen Nachtmarkt und - wie soll es anders sein - auch gern mal die ein oder andere kaeufliche Frau am Strassenrand nahe der vielen Bars. Sextourismus hat wohl auch schon den Norden Thailands erobert...





Chiang Mai hat aber auch ebenso viele Aktivitaeten zu bieten. Nachdem das mit der Gibbon Experience nicht geklappt hat, wollten wir unbedingt ein Elefanten-Mahout-Training machen. Fuer ein Tag durften wir selbst "Elefanten-Fuehrer" sein. Auf einer Elefanten-Farm haben wir zu Beginn Kommandos lernen duerfen, wie man einen Elefanten fuehrt und lenkt: vom eigenen Aufstieg auf den Elefanten ueber seinen Fuss, den er durch das Kommando "jooka" hebt, bis zum rechts, links, vor und zurueck laufen, und Stop natuerlich. Um den Elefanten etwas naeher zu kommen und die (nie wirklich da gewesene) Angst vor den grossen Tieren zu verlieren, durften wir sie erst mal fuettern, bevor die Kommandos live geuebt wurden. Ist gar nicht so einfach einen Elefanten zu reiten... Die Kommandos funktionieren naemlich auch nur in Verbindung mit Beinmechanik und einem Hook. Nach dem Mittagessen ging es dann auf einen Ausritt durch Dschungellandschaft. Ganz ohne Sattel ganz schoen anstrengend! Zum Schluss war Baden angesagt und wir haben unsere "Bayphun" von oben bis unten abgeschruppt.
Oh, das war schon eine einmalige Erfahrung! Und wir haetten nicht geglaubt, dass die Haaerchen der Elefanten auf ihrer Haut sooo picksen koennen...










Den letzten Tag verbrachten wir damit, dass Alex zum TOP-Friseur (!!!) durfte. Fuer 300 Baht gab's in nem richtig "hippen" Salon nen kuerzeren Schnitt verpasst. Die befuerchtete Angst, verschnitten zu werden, wurde zum Glueck nicht bewahrheitet. Alex sieht spitzenmaessig aus wie immer :-)



Um die Zeit bis zur Busfahrt nach Bangkok am Abend noch sinnvoll zu verteiben, durfte Caro fuer das gleiche Geld im Anschluss zu 7 Monate alten Tigern in einen Kaefig und ihre Lieblingstiere endlich mal streicheln. Leider zwar nur am Ruecken und nicht am Kopf, denn da haette schon mal einer zubeissen koennen... Jedenfalls - total faszinierend diese Tiere!








Montag, 16. Februar 2009

Laos: Mekong-Fahrt nach Pak Beng und Huay Xai (13.-15.02.09)

Da wir natuerlich ueberpuenklichst am Boot angekommen sind, haben wir noch zwei von den begehrten Soft-Seats in der ersten Reihe ergattern koennen - was fuer ein Glueck, denn immerhin lagen mal wieder 9 Stunden an Bord vor uns!



Leider auch hier mal wieder laenger als urspruenglich geplant - mit den Fahrplaenen wird das hier in Laos nicht so genau genommen. Die Einheimischen, die ihre Einkaeufe aus der "grossen" Stadt zurueck in die auf der Strecke liegenden Doerfer brachten, wussten aber nur zu gut, wie man sich am besten die Zeit vertreiben konnte: Bier trinken und Karten spielen, und das genau 9 Stunden am Stueck. ;-)



Generell war das Boot im Vergleich zu der letzten Flussreise schon fast luxurioes: Man konnte aufrecht stehen und es gab eine Toilette! Auch mussten wir wieder feststellen, dass Bootle fahren einfach klasse ist. Man sitzt an der frischen Luft, kann die ganze Zeit links und rechts schauen und vor allem rumlaufen, was Alex' altem Ruecken gut tut! Und auch hier muss mal wieder erwaehnt werden, dass die Landschaft in Laos einfach atemberaubend schoen ist und das Bootfahren echt eine prima Alternative ist, diese zu bestaunen.



Nach 9 Stunden Fahrt sind wir dann also so gegen 18:00 Uhr in Pak Beng angekommen, was ungefaehr auf der halben Strecke bis Huay Xai liegt. Lt. Lonely Planet muss man hier anscheinend hoellisch auf sein Gepaeck aufpassen, denn ehe man sich versieht, schleppen kleine Kinder die Ruecksaecke den Berg hinauf, und wurden so nie wieder gesehen. Aber nicht mit der Aigner und dem Wieland - schoen selber getragen! Unterkunft war in dem kleinen Ort schnell gefunden und man konnte hier sogar schon wieder mit Baht bezahlen. So langsam heisst es nach drei Wochen Laos Abschied nehmen...


Pak Beng ansich ist nix tolles - hier treffen lediglich die Slowboote aus dem Norden und dem Sueden zusammen und das zeitgleich um 18:00 Uhr, so dass um 19:00 Uhr alle Restaurants voll sind und man ewig warten muss. Wirkt alles ein bisschen wie eine Massenabfertigung hier...

Am naechsten Morgen ging es weiter Richtung thailaendischer Grenze. Auch hier wieder im Fahrplan um knapp zwei Stunden "verschaetzt", so dass auch diese Fahrt 8 Stunden in Anspruch genommen hat. Noch ein letztes Mal die wunderschoene laotische Landschaft geniessen...



...bevor diese in Richtung Thailand immer langweiliger und eintoeniger wurde.

In Huay Xai bekamen wir mal wieder die volle Tristlosigkeit eines Grenzortes zu spueren, der allerdings ein tolles Highlight aufweisen kann: Die Gibbon-Experience! Das ist eine 3-taegige Dschungeltour, wo man logischerweise auf Gibbons treffen soll, sich dabei aber ueber ca. 50 m hoche Stahlseile von Baum zu Baum voranarbeitet. Leider war dieses Highlight schon fuer die naechsten zwei Tage ausgebucht (und bis zum 3. Tag wollten wir nicht unbedingt hier rumhocken, da man sonst gar nichts anstellen kann) - leider haette aber auch der Preis unser Budget gesprengt: 225$ pro Person! So haben wir uns eben nur eine Unterkunft fuer eine Nacht gesucht, um am naechsten Tag nach Nordthailand einzureisen.

Laos: Luang Prabang und Kuang Si Waterfalls (10.-13.02.09)

Nach den 4 Tagen totaler Abgeschiedenheit, hat es uns in Luang Prabang diesmal noch besser gefallen als beim ersten Mal. Wir haben im selben Guesthouse wieder das selbe Zimmer bekommen und hatten diesmal eigentlich keine grossen Plaene, sondern wollten einfach nochmal ein paar Tage relaxen bevor es weiter ging - weil Reisen kann auf Dauer ganz schoen anstrengend sein, das glaubt man kaum...

In der Naehe von Luang Prabang (ca. 30 km auswaerts) gibt es einen Wasserfall, wo man auch schwimmen koennen soll. Das war genau das richtige fuer uns, um einen Tagesausflug dorthin zu machen. Und diese Idee hat sich echt gelohnt! Der "Tat Kuang Si" ist nicht nur ein Wasserfall, der ca. 50 Meter in die Tiefe stuerzt, sondern ein richtiger Natur-Park. U.a. werden dort auch asiatische Braunbaeren (natuerlich im Gehege, aber dennoch total suess) aufgezogen. Die Landschaft aus Dschungel, Fluessen und kleinen Wasser-Plateaus mit knallig tuerkis-weiss-blauem Wasser erinnert so ein bisschen an Disneyland (nur eben nicht kuenstlich angelegt). Echt wie im Paradies! In einigen der Plateaus konnte man schwimmen und mit Seilen von Baeumen springen - richig schoen erholsam, wenn das Wasser auch saukalt war!






Den letzten Tag in Luang Prabang verbrachten wir damit, endlich mal wieder in Ruhe unsere fehlenden Blog-Eintraege nachzutragen. In Laos ist das naemlich eine wirkliche Katastrophe mit der Internetverbindung! Sooooo was von langsam!!! Man kann sich schwer vorstellen, dass es ungefaehr bis zu einer Viertelstunde dauern kann, bis ein Bild hochgeladen ist! Das zeehrt manchmal ganz schoen an den Nerven (vor allem Caro ist da immer recht ungeduldig) - und dann kann es zudem noch gut passieren, dass die Verbindung einfach mal komplett unterbrochen wird und dann geht es naemlich wieder von vorne los... Nach dieser aufreibenden Action hatten wir es uns verdient, den Rest des Tages im Garten unseres Guesthouses gemuetlich zu machen und nochmal den Sonnenuntergang bei einem Bierchen am Mekong zu geniessen.


Abends waren wir zusammen mit Kathrin auf dem Nachtmarkt essen - unser letztes gemeinsames Essen, bevor Kathrin weiter nach Hanoi gereist ist, um ihre Freiwilligenarbeit dort zu machen und wir unsere Bootsfahrt Richtung thailaendischer Grenze aufgenommen haben.
Ach ja Kathrin, viiiiel Spass in Vietnam und danke nochmal fuer die amuesanten 2 Wochen!!!!


Bevor es am naechsten Tag auf das Boot ging, standen wir schon ganz frueh auf (und mit ganz frueh ist 6.00 Uhr gemeint!!!), um uns die morgendliche Moenchsfuetterung anzusehen, wo also die Moenche ihren Almosengang machen und dabei Laoten, am Boden kniend, den Moenchen ihren Reis schenken. Grundsaetzlich ein sehr interessantes Spektakel - waeren da nicht unzaehlige Touristen gewesen, die skrupellos direkt vor den Moenchen fotografieren mussten, ohne jeglichen Abstand zu halten. Aber so sind sie nun mal, die Touristen...




Donnerstag, 12. Februar 2009

Laos: Muang Ngoi Neua (08.-10.02.09)

Eine weitere Stunde mit dem Slowboat flussaufwaerts liegt noch ein Dorf, mit dem ungewoehlichen Namen Muang Ngoi Neua. Da wollten wir hin.



Wenn man dort ankommt, denkt man sich zuerst, wo bitte ist man hier gelandet, aber nachdem man 3 Gaenge zurueck geschalten hat, faengt man an, sich hier richtig wohl zu fuehlen. Muang Ngoi Neua hat gerade mal 900 Einwohner und ist auch nur per Boot zu erreichen. Hier gibt es keine Strassen, keine Autos oder Mopeds, kein Handynetz und Strom nur mithilfe von Generatoren zwischen 18 und 22 Uhr. Sich in diesem Dorf aufzuhalten fuehlt sich an, als sei man in die Dorfgemeinschaft voellig integriert, da sich bisher kaum Touristen hier her trauen.





Essenstechnisch bekommt man hier natuerlich auch nicht alles, sondern nur ausgewaehlte Gerichte mit viel Gemuese und meist ohne Fleisch, da der Transport zu teuer ist. Eine "Spezialitaet" hier ist "Fried Seaweed", das sind fritierte Flussalgen, die vorher in der Luft getrocknet werden und dann mit Sesam, Tomaten und Knoblauch verfeinert werden. Klingt komisch, schmeckt aber echt gut!





Im Dorf gibt es eine Bar (wenn man das so nennen kann), die wir natuerlich ausprobieren mussten. Zu trinken gab es dort eigentlich nur Bier und Lao Lao (der typische Reisschnaps) und nachdem wir ja nicht immer nur Bier trinken koennen, haben wir uns am Lao Lao probiert. Das Zeug schmeckt so schrecklich, dass man ungefaehr 2 Stunden an einem Glaeschen nippen kann... In der Bar wurde ein Lagerfeuer gemacht und ein Englaender brachte eine Gitarre mit. Sowohl die Einheimischen als auch er versorgten uns mit laotischen und internationalen Hits. Was fuer ein schoener Abend, den man wahrscheinlich nicht oft erlebt.



Merkwuerdig ist das Klima hier im Norden (sowohl in Nong Khiaw als auch in Muang Ngoi Neua): Morgens und Abends wird es echt kalt und man braucht lange Klamotten und tagsueber kann man sich vor Hitze kaum bewegen. Diese extremen Klima-Differenzen schlauchen ganz schoen und fuehrten dazu, dass wir irgendwie jeden Schritten mieden. :-)
Nach 2 Naechten ging es mit dem Slowboat und Tuk Tuk wieder zurueck nach Luang Prabang - zurueck in die Zivilisation.