Donnerstag, 11. Juni 2009

Java, Bali: Mount Bromo, Denpasar, Sanur (09.06.-10.06.09)

Da heute mal wieder eine lange und wahrscheinlich anstrengende Fahrt zum Mount Bromo auf dem Programm stand, haben wir uns zum Fruehstueck an einem Strassenstand in einer engen Gasse ums Eck erstmal zur Staerkung einen Teller Reis mit verschiedenartigsten, vegetarischen Beilagen gegoennt. Gewoehnungsbeduerftig so frueh - insbesondere fuer Caro - aber sehr lecker (und natuerlich schoen scharf)!

Puenklich um 9:00 Uhr bestiegen wir den Minibus, den wir mit 9 anderen Reisenden aus der ganzen Welt (Japan, Frankreich, Holland, Hongkong) teilten. Der Platz war angemessen und die Klimaanlage funktionierte einwandfrei. Dies sollten aber auch die einzigsten positiven Erfahrungen fuer die naechsten 12 Stunden sein...

Der Verkehr auf Java ist schlicht und ergreifend der Horror! Pferdekarren, LKWs, vollbeladene Fahrraeder, Fussgaenger, Autos und Motorraeder teilen sich irgendwie die engen Strassen und es wird gehupt, beschleunigt, abgebremst und ueberholt, was die Karren so hergeben. Ein Wunder, dass wir keine Unfaelle miterlebt haben - aber irgendwie scheint auch hier ein fuer uns nicht nachvollziehbares System dahinterzustecken! Hoffentlich ein System... :-)

So hiess es: Sitz zurueck klappen und versuchen zu schlafen, denn auch landschaftlich zeigte sich Java nicht von seiner schoenen Seite, da sich diese Strecke eine haessliche Grosstadt an die Naechste reiht.

Zum Mittagessen wurde man - wie bereits aus anderen asiatsichen Laendern gewohnt, warum sollte es in Indonesien auch ander sein - irgendwo in der Pampa an einem ueberteuerten Restaurant abgesetzt, so dass man auch ja keine Moeglichkeit hat, woanders zu essen, als genau hier. Naja, mit ner "billigen" Suppe kann man allerdings auch hier nichts falsch machen!

Voellig erschoepft kamen wir bei Regen (!!!) in Probolinggo am Fusse des Mount Bromo an, wo wir in einen anderen Bus umsteigen mussten, der uns in einer weiteren Stunde bis knapp auf 2.300 Hoehenmeter karrte.

An einem schoenen Guesthouse hiess es fuer die anderen Leidtragenden aussteigen und einchecken. Jedoch nicht fuer Caro und Alex... Was das diesmal wohl schon wieder zu bedeuten hatte?

Unglaublich aber wahr: Etwas Gutes! Wir wurden naemlich noch eine weitere 'Etage' weiter nach oben gefahren, wo es am besten 'Hotel' vor Ort endlich auch fuer uns beide hiess: Endstation! Etwas verdutzt bezogen wir unser Zimmer mit Fernseher, warmer Dusche, kostenlosem Tee und Mineralwasser und einem Gutschein fuers Fruehstueck.

Verdutzt deswegen, weil wir im Reisebuero in Yogyakarta die billigste Uebernachtungsoption (natuerlich ohne Fruehstueck) gewaehlt hatten und eigentlich ein heruntergekommenes Zimmer mit Etagentoilette erwartet hatten. Gibt es solch Glueck in Asien doch noch? ;-)

Da es hier oben wirklich arschkalt war (gut, dass all unsere warmen Pullis in Singapore sind...), gab es auch zum Abendessen ein waermendes Sueppchen, bevor wir totmuede ins Bett fielen. Wecker klingelt ja schliesslich morgen bereits um 3:30 Uhr schon wieder!

Am naechsten und sehr fruehen Morgen haben wir es a la 'Zwiebelschicht' geschafft, gegen die frischen grad mal + 4 Grad anzukaempfen. Als wir in den Jeep stiegen, starrten uns 4 unglaeubige Leidtragendene von der gestrigen Busfahrt an, da sie gar nicht glauben konnten, dass wir in solch einem tollen Hotel uebernachtet haben. Tja, gewusst wie! ;-)

Im Dunkeln ging unsere Fahrt zum 2770m hohen Gunung Penanjakan, von wo aus man die beste Ausischt auf den Mount Bromo bei Sonnenaufgang haben soll. Und das war sie dann auch! Die in Nebel gehuellte Vulkanlandschaft raubte uns wirklich den Atem! Zum Glueck haben wir eine Fotografin aus Bad Toelz kennengelernt, die sich ihren Lebensunterhalt mit Vulkanbildern verdient. Da Caro's Kamera bei Dunkelheit leider nicht die besten Bilder macht, ein grosses Glueck fuer uns, denn sie konnte uns tolle Tipps zur manuellen Lichteinstellung geben. So haben auch wir jetzt tolle Bilder zum Sonnenaufgang!













Anschliessend ging es wieder mit dem Jeep runter zur 'Talstation' des Mount Bromos. Nach einem kurzen Fussmarsch und anstrengendem Treppensteigen - es stank fuerchterlich nach Schwefel und tat schrecklich in den Lungen weh - erreichten wir den Kraterrand, aus dem es nur so dampfte und qualmte. Auch hier hatte der Fotoapparat natuerlich keine Pause...











Zur Belohnung fuer's fruehe Aufstehen gab es im Hotel leckeres und frisches Nasi Goreng zum Fruehstueck und nach einer kalten Dusche (das versprochene warme Wasser funktionierte letztendlich dann doch nicht...) ging unsere Reise nach Denpasar auf Bali auch schon weiter. Die Fahrt zurueck ins Tal war nochmal wirklich sehenswert - gestern bei Ankunft war ja schon alles dunkel. Der Anschlussbus nach Denpasar hatte natuerlich ueber eine Stunde Verspaetung, was uns bei dem Verkehr aber auch nicht weiter wunderte.

Die Fahrt mit der Faehre - bereits im Dunkeln - nach Bali verlief reibungslos, und wir wurden bestens mit billigen Verkaufsveranstaltungen auf Indonesisch unterhalten. Auf Bali lagen dann leider nochmals ca. 4 Stunden Fahrt vor uns, so dass wir auch heute wieder alles im allen 14,5 Stunden unterwegs waren, ehe wir in Denpasar ankamen.

Mit dem Minibus ging es vom Busbahnhof in Denpasar schnell nach Sanur, wo wir gluecklicherweise auf Anhieb ein wunderschoenes Guesthouse gefunden haben und totmuede in das absolut bequeme und frische Bett fielen. Puh - Welcome to Bali...


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