Donnerstag, 12. Februar 2009

Laos: Nong Khiaw (06.-08.02.09)

Die Bootsfahrt nach Nong Khiaw, ein kleiner Ort im Norden von Laos in der Provinz Luang Prabang, hatten wir uns etwas gemuetlicher vorgestellt, als dass sie war. Das Boot war sehr klein, bestand aus ungepolsterten Holzsitzen und man hatte kaum Platz gerade zu sitzen und seine Fuesse auszustrecken - eben typisch fuer Asiaten gebaut. 7 Stunden mussten wir durchhalten (was man nicht alles mitmacht...), dann kamen wir in dem kleinen, verschlafenen Dorf an.





Nong Khiaw liegt direkt am Nam Ou River. Wir hatten mal wieder einen kleinen Bungalow mit Veranda und Flussblick (und nachts leider ein paar Kakerlaken... zum Glueck gibt es Moskitonetze, in denen man sich sicher fuehlt, warum auch immer...)







Um uns mal wieder ein bisschen zu bewegen, beschlossen wir mit Kathrin eine Halbtagestour auf einen der Kalksteinfelsen zu machen. Angeblich 900 Meter Hoehenunterschied, es sah aber von unten nicht nach ganz so viel aus - eher wie 600 Meter. Aber das hat auch schon gereicht!Unglaublich anstrengend war diese Trekking-Tour, denn es gab keinen schoenen Wanderweg auf den Berg wie erhofft, sondern nur kleine Pfade, die einfach schnurrstraks geradeaus hinauf liefen - egal ob Feld, Wald, Dschungel oder Felsen. Was ne Anstrengung! Um so mehr freuten wir uns ueber den traumhaften Blick auf dem Gipfel des Berges nach 1,5 Stunden Hochhechelns.



Wirklich beeindruckt waren wir waehrend des Aufstiegs von unserem Guide, ein Local, der kein Wort Englisch sprach, stattdessen aber die Strecke mit Leichtigkeit - und mit Flip Flops!!! - meisterte. War ja nicht ganz ungefaehrlich, aber das scheinte ihn nicht zu stoeren...

Nachdem zum Zeitpunkt des Gipfelerklimmens natuerlich keiner von uns Hunger hatte vor Anstrengung, musste unser Guide das geplante Lunch wieder ein Stueckchen runterschleppen, bis zu seinem eigenen Feld auf halbem Wege, wo er eine kleine Aussichtsplatform hat. Dort zauberte er fuer uns ein typisch laotisches Lunch - wir wussten nicht genau, was wir assen, aber lecker war's...
Den Nachmittag ueber hingen wir dann nur noch erschoepft am Fluss ab, sind dort sogar mal reingesprungen - weil man haertet sich ja ab mit der Zeit und denkt einfach nicht mehr so drueber nach was da drin so alles schwimmen koennte...


Laos: Luang Prabang (04.-06.02.09)

Nach der schoenen Erholung in Vang Vieng fuhren wir mit dem Bus weiter Richtung Norden nach Luang Prabang. Die Fahrt ging 7 Stunden immer wieder auf und ab ueber Berge - daher auch recht kurvig - aber landschaftlich wunderschoen aufgrund all der Kalksteinformationen, an denen man vorbei faehrt bzw. die man ueberquert.

Wir waren recht ueberrascht von der Stadt, als wir ankamen (trotzdem dass wir vorgewarnt wurden), denn man fuehlt sich hier eher wie in Frankreich als in Laos. Luang Prabang ist durch seine ehemals franzoesische Besetzung (Anfang des 19 Jhdt.) immer noch ganz extrem franzoesisch gepraegt (sowohl kulturell als auch architektonisch)! Die Haeuser und Strassen bzw. besser gesagt Gassen hier gleichen der franzoesischen Kolonialzeit und es ist entsprechend alles total schick und sauber und bepflanzt und alles blueht. So wie es halt in Laos sonst eben ueberhaupt nicht ist! Sind ja eher kleine Dreckschweinchen...



Auch unser Guesthouse ist ein altes Kolonialhaus, mit sehr gutem Standard - und: es gibt leckeren Kaffee umsonst :-). Irgendwie auch mal sehr angenehm, etwas besser zu "wohnen", vor allem mal auf einer besseren Matratze zu schlafen. Naja dafuer zahlen wir auch satte 12 US Dollar pro Nacht... Aber Luang Prabang ist im Vergleich zu Rest-Laos eh teurer und so sind wir mit unseren 12 US Dollar fuer die Uebernachtung gar nicht so teuer davon gekommen.



In Luang Prabang gibt es relativ viele Tempel anzusehen. Also haben wir uns einen Tag auf den Weg gemacht, sind ein bisschen durch diese "franzoesische" Stadt (die ja nicht allzu gross ist) gelaufen und haben bisschen geguckt, die Wats aehneln sich allerdings sehr und man hat mittlerweile doch schon einige gesehen, dass es einen nicht mehr ganz so interessiert und wir nicht jeden ausfuehrlichst ansehen mussten. Wirklich interessant ist der Phousi, ein Wat auf einem Berg mitten in der Stadt mit ganz vielen Buddha-Statuen. Von oben hat man einen sehr schoenen Blick ueber die Stadt, den Flughafen (hier gibt es unglaublicherweise in jeder noch so kleinen Provinz Flughaefen!!) und die Berge drumherum.





Abends gibt es einen Nachtmarkt, wo man toll einkaufen koennte - aber Caro darf ja nicht, weil sie's nicht schleppen kann und will ;-). Dafuer gibt es dort auch das beste vegetarische Buffet fuer unschlagbare 5.000 Kip und gegrillte Haehnchenbrust fuer 10.000 Kip!! Ein Schnaeppchen im Gegensatz zu den teuren Restaurants ringsum - und somit unser Abendprogramm.



Kathrin hatten wir in Luang Prabang auch wieder getroffen und mit ihr entschieden, dass wir gemeinsam mit dem Slowboat noch ein bisschen weiter in den Norden - nach Nong Khiaw - fahren werden.

Laos: Vang Vieng (31.01.-04.02.09)

Bereits nach 3 Stunden kurvenreicher aber landschaftlich beeindruckender Fahrt erreichten wir Vang Vieng. Am kristallklaren und badetauglichen Fluss Nam Song gelegen, schiessen hier maechtige Karstberge in die Hoehe.



Der Ort ist ueberschaubar und alles bequem zu Fuss zu erreichen. Unser Guesthouse war nagelneu, sauber, unweit der Hauptstrasse und einigermassen erschwinglich. Das Publikum ist hier im Vergleich zum Rest der Reise sehr jung und in jedem Restaurant oder Pub laueft von morgens bis abends entweder "Friends" oder "Die Simpsons".

Obwohl auch in Laos das Konsumieren von Drogen eigentlich sehr hart bestraft wird, wird einem immer eine "spezielle" Karte auf den Tisch gelegt, wo man zwischen Joints, Pilzen und Opium waehlen kann. Muss man hier vielleicht nicht gerade ausprobiert haben...

Die eigentliche Hauptattraktion von Vang Vieng ist allerdings das Tubing. Man wird in einem Tuk-Tuk ca. 4km flussaufwaerts gefahren, um sich dann in einem aufgeblasenen Schlauch eines LKW-Reifens wieder zuruecktreiben zu lassen.



Was einen allerdings bereits am Startpunkt erwartet, verschlaegt einem wirklich die Sprache: Links und rechts des Ufers haben sich unzaehlige Bars angesiedelt und es wird bereits ab 12:00 Uhr gesoffen, getanzt und gebaggert was das Zeugs haelt. El Arenal ist ein Kindergarten dagegen! Sobald man mit seinem Tube an einer Bar vorbei kommt, bekommt man ein Seil zugeworfen und wird an Land gezogen - und los geht der Spass!



Als zusaetzliches Highlight hat jede Bar noch mindestens einen ca. 10m hohen Sprungturm zum "Swingen". Man haelt sich an einem Seil befestigten Bambusstoeckchen fest und springt dann einfach mal in die Tiefe, "swingt" ein wenig und laesst sich dann ins Wasser fallen. Was ein Nervenkitzel!





Um ca. 15:00 Uhr sollte man sich dann aber auch schon wieder auf die Reise machen, denn dass Tuben zurueck nach Vang Vieng nimmt gute zwei Stunden in Anspruch. Hierbei geniesst man dann auch wieder voellige Ruhe, Abgeschiedenheit und einen unbeschreibbaren Ausblick auf die Berge, die umliegende Natur und Tierwelt.



In Vang Vieng angekommen ist der Trubel dann auch wieder vergessen und man goennt sich eine Folge der "Simpsons" - was aber nach so einem Tag auch wirklich gut tut! So schliesst sich wenigstens der Kreis, warum es das hier ueberall gibt!

Man kann in Vang Vieng aber auch tolle Touren in die umliegenden Hoehlen unternehmen. Allerdings empfiehlt es sich, hier immer einen Guide dabei zu haben, da die Hoehlen echt verwinkelt sind. In der sog. "Water Cave", welche laut Guide deshalb so heisst, "because water inside!", musste man teilweise sogar auf allen Vieren kriechen um weiter zu kommen. Und so was bei Alex' Klaustrophobie!





Auch die "Blaue Lagune" war hier noch absolut sehenswert und ein wirklich stilles und erholsames Fleckchen Erde und prima zum Baden und Relaxen.

Und genau diese Vielfaletigkeit zeichnet Vang Vieng aus: Man kann beim Tuben super viel Spass haben und ordentlich feiern, man hat eine unbeschreibliche Bergwelt mit tollen Sonnenuntergaengen am Flussufer, kann tolle Ausfluege machen, "Simpsons" schauen, gut Essen, und, und, und... Daher wurden aus urspruenglich geplanten 2 Naechten dann doch 4, bevor wir (mal wieder) in den Bus nach Luang Prabang gestiegen sind, um wieder Kathrin zu treffen, die sich bereits nach 3 Naechten verabscheidet hatte.

Donnerstag, 5. Februar 2009

Laos: Vientiane (30.-31.01.09)

Der erste Eindruck von Vientiane wurde mehr als bestaetigt! Kein laermender Verkehr, kein Smog, kein Dreck, keine Bettler, keine heruntergekommenen Unterkuenfte... Einfach nur gemuetlich und schoen anzusehen! Wie die gesamte Architktur ist auch die Kueche hier sehr franzoesisch gepraegt und man bekommt auf jedes Baguette am Strasenrand frisches Patè (ich weiss, der Accent ist falsch, aber der Richtige ist auf der Tastatur hier unmoeglich zu finden!) geschmiert. Lecker!

Unser Guesthouse lag sehr zentral und war dazu auch noch sehr erschwinglich! 50.000 Kip fuer das Zimmer ohne Fenster, aber dafuer mit Gemeinschaftsbad, waren echt fair. ;-)

Auch in Vientiane hat der Mekong eine grosse Bedeutung, so dass sich das Leben ueberwiegend an dessen Ufer abspielt. Leider ging es Caro magentechnisch nicht besonders, so dass wir anstelle von frischem Fisch Lokalitaeten mit Reissuppe im Angebot aufsuchen mussten.



Die Sehenwuerdigkeiten hier halten sich eher in Grenzen, so dass wir relativ schnell die Weitereise nach Vang Vieng planten. Natuerlich mal wieder mit dem Bus, der einem echt so langsam zum Hals raushaengt - wobei man die Fahrer hier im Vergleich zu Vietnam und Kambodscha echt mal loben muss. Hut ab!



Im Bus nach Vang Vieng haben wir Kathrin aus Duesseldorf kennengelernt. Sie wird uns auch die naechste Zeit noch erhalten bleiben, da ihre geplante Reiseroute deckungsgleich mit unserer ist.

Laos: Das Bolavenplateau und Nachtbus nach Vientiane (28.-30.01.09)

Leider war der Nachtbus nach Vientiane bei unserer Ankunft in Pakse schon ausgebucht, so dass wir hier nochmals uebernachten mussten. Was also machen, da Pakse nun wirklich nicht prickelnd ist... Wir haben uns daher dazu entschlossen, am naechsten Tag einen Ausflug auf das bis zu 1.500m hohe Bolavenplateau unweit von Pakse zu machen, um anschliessend (hoffentlich) todmuede in den Nachtbus zu fallen. Schnell alles gebucht und mal wieder zum Inder zum Essen - der hier echt lecker ist! Hier haben wir dann auch wieder Grit aus Belgien und Christian aus der Schweiz getroffen, mit denen wir vor 4 Tagen in Pakse angekommen sind und sie noch immer hier waren. Was macht man bitte 4 Tage am Stueck in Pakse? Schnell wurden wir aufgeklaert: Sie waren jetzt ein Paar!

Am naechsten Morgen ging es dann in einem wirklich gemuetlichen Minibus auf das landschaftlich traumhafte und mit Wasserfaellen uebersaete Bolavenplateau.



Selbstverstaendlich musste man sich aber davor noch eine Tee- und Kaffeeplantage anschauen - und wenn man wollte, konnte man die Produkte sogar auch kaufen... Ach nee! ;-)

Um die Mittagszeit erreichten wir Tadlo, wo man direkt unterhalb eines Wasserfalls baden konnte. Was -wenn man dann mal einen Weg ins Wasser gefunden hatte- auch wirklich geil war.



Alles in Allem ein netter, aber relativ unspektakulaerer Tag und nicht zu vergleichen mit den 4.000 Inseln. Mit gutem Gewissen koennen wir nun aber behaupten, nun SAEMTLICHE Highlights von Sued-Laos gesehen zu haben. Also ab in den Nachtbus (mit Betten) nach Vientiane!

Scheinbar bevorzugen Touristen diese Art des Reisens nicht wirklich, denn wir waren die einzigen "Falangs" an Bord! Das sog. Doppelbett war durch graziles "Loeffelchen" gerade ausreichend (bloss nicht grossartig bewegen!) und man wurde sogar mit undefinierbaren Knabbereien versorgt. Die Fahrt ansich war echt in Ordnung - wenig Verkehr, gute Strassen und ein Busfahrer, der nicht von boesen Geistern gejagt wurde!



Morgens um kurz vor 7:00 Uhr kamen wir in Vientiane an. Erster Eindruck: Das soll also eine asiatische Hauptstadt sein?



Laos: Don Khon, 4.000 Inseln (25.-28.01.09)

Da Pakse fuer die meisten Traveller nur als Transit-Stadt genutzt wird (und es im Ort auch wirklich nicht viel zu sehen gibt ausser einer Hauptstrasse), fuhren wir am naechsten Morgen zu den 4.000 Inseln ganz im Sueden von Laos. Etwas absurd dabei war, dass wir wieder nur 5 km von der kambodschanischen Grenze entfernt waren - und das nach all der anstrengenden Fahrt durch Nordthailand!

Die 4.000 Inseln haben ihren Namen daher, weil an dieser Stelle des Mekongs ganz viele kleine Inseln sind (hoechstwahrscheinlich sind es um die 4.000 ;-)), um die der Mekong fliesst. Das Wasser ist hier sehr sauber und smaragdgruen, also kein Vergleich zu der sonst so braunen Bruehe des Mekong.



Wir haben uns fuer die suedlichste bewohnbare Insel entschieden und wurden mit einem kleinen Boot dort hingefahren: Don Khon - eine total entspannte Backpacker-Insel, die ein bisschen an Isar-Feeling verbunden mit Urlaub auf dem Bauernhof erinnert.

Don Khon ist noch an kein Stromnetz angeschlossen ist. Dementsprechend einfach ist dort natuerlich alles. Um so ueberraschter waren wir, als wir eine wunderschoene Unterkunft direkt am Fluss gefunden haben: Ein kleiner, sehr sauberer Bungalow auf Stelzen mit Veranda zum Fluss und HAENGEMATTEN!!! Ein Traum zum Relaxen! Man wollte gar nichts anderes machen...:-)





Ganz besonders traumhaft war natuerlich der Sonnenuntergang direkt vor uns.



Ok, was die Idylle etwas truebte, waren die Generatoren, die von 18 - 22 Uhr liefen, um etwas Strom zu erhalten. Zu dieser Zeit war es dann nicht immer ganz so ruhig... Aber waren ja auch nur 4 Stunden und das zur Essenzeit...

Ein Tag mieteten wir uns zwei Fahrraeder, um die "Highlights" der kleinen Insel zu erkunden. Darunter zaehlte ein Wasserfall (der wirklich schoen war!) und ein paar Beaches, wo man angeblich baden kann - hat uns jetzt aber persoehnlich nicht so eingeladen. Man hat dann doch irgendwie im Hinterkopf, was die Laoten so alles in den Mekong fliessen lassen, hinein werfen oder sich selbst darin waschen usw. Nach ein paar Stunden radeln waren wir dann aber echt k.o., denn die Wege auf der Insel sind extrem holprig und steinig! Also lieber wieder auf die Haengematte.





Erwaehnenswert waere da noch die Geschichte unserer Waesche, die wir zur Laundry in unserem Guesthouse abgegeben haben. Nicht nachgedacht dass es gar keinen Strom gibt - folglich keine Waschmaschine -wo wird die Waesche also gewaschen? - im Mekong! Na prima. Aber roch immerhin gut, wenn sie auch nicht perfekt sauber wurde.

Mittwoch, 28. Januar 2009

Nordthailand: Der Horrortrip und die Einreise nach Laos (22.-24.01.09)

Da man ohne vorherig ausgestelltes Visa von Kambodscha nicht direkt nach Laos einreisen kann (warum auch immer bekommt man nur von der thailaendischen Grenze aus ein Visa-on-Arrival fuer Laos), machten wir uns eben auf den Weg nach Nordthailand.

Ueber eine total holprige, nicht geteerte Strasse (scheinbar zahlt eine Fluggesellschaft Geld dafuer, dass nicht geteert wird) ging es in 2 Stunden bis nach Poipet, der Grenze Kambodscha - Thailand.




Von dort aus suchten wir uns einen Bus Richtung Norden. Letztendlich kamen wir bis Nakhon Ratchasima - einem total verschlafenen Ort, der angeblich die 2. groesste Stadt in ganz Thailand sein soll. Davon haben wir nix gemerkt! Das schlimmste: niemand war der englischen Sprache maechtig. So konnte uns absolut keiner mit Bus- oder Zugverbindungen weiterhelfen. Uns blieb nichts anderes uebrig als eine Nacht zu bleiben und am naechsten Tag unser Glueck zu versuchen...


Vorbereitungen fuer das Chinese New Year am 26. Januar.



Um 6 Uhr aufgestanden, haben wir am Bus-Bahnhof - mithilfe wilder Gestikulationen - irgendwie erfahren, dass der naechste Bus Richtung laotischer Grenze (nach Ubon Ratchathani) erst um 8.30 losfuhr. Also erst mal wieder abhaengen...

Die Fahrt nach Ubon Ratchathani war dann zu allem Ueberfluss die schrecklichste Tour unserer Reise: ein total ueberfuellter Bus, kotzende Kinder, schmatzende Thais, eine stinkende Oma mit durch Bethel zerfressenem Zahnfleisch und einer nicht funktionierenden Klimaanlage.



Noch waren wir gluecklich mit gegrilltem Haehnchen...



... und Reis-"Wurst"

Lt. Lonely Planet haetten wir 6 Stunden brauchen sollen, der Bus hielt allerdings an jeder Ecke, so dass wir nach 9 Stunden irgendwann ankamen. Selbstverstaendlich zu spaet um die Grenze zu passieren...

Also wieder uebernachten. In einer Stadt, die kein Deut besser ist, als die Nacht zuvor... Diesmal konnten wir nicht einmal ein kleines Restaurant finden, wo wir etwas haetten essen koennen. Es gab lediglich eine Ansammlung von Strassenstaenden. Saemtliches Essen, das angeboten wurde - klar! - in thailaendischen Schriftzeichen. Auf gut Glueck haben wir einfach bestellt: Fuer Alex gab es letztendlich eine Suppe mit Leber und fuer Caro gluecklicherweise einen Papaya-Salat.

Immerhin konnten wir in Erfahrung bringen, dass der International-Bus nach Pakse (Laos) am naechsten Tag um 9.30 Uhr abfaehrt. Mit grosser Vorfreude ging es nach Laos!

Kambodscha: Siem Riep & die Tempel von Angkor (19.-22.01.09)

In sportlichen 11 Stunden haben wir am fruehen Abend Siem Riep erreicht. Wider erwarten eine Stadt mit sehr vielen Luxushotels und auch super gepflegt. Unsere Unterkunft war in der Naehe des alten Marktes und man konnte abends an kleinen Staenden entlang der Strasse fuer n' Dollar super lecker essen. Dann gab es noch die legendaere Pub-Street, wo es echt ein paar nette Trinkschuppen -insbesondere "Angkor What?" - DIE Inkneipe schlechthin- gab!

Nach Siem Riep kommt man aber trotzdem nur aus einem Grund: Die Tempel von Angkor!

Also haben wir uns direkt abends bei der Ankunft fuer die naechsten zwei Tage ein tuk-tuk mit Fahrer gechartert (14$ pro Tag). Das mit dem Ticket fuer die Tempel von Angkor ist dann wieder so ne Sache: Es gibt Tagestickets, 3-Tages-Tickets und Wochentickets. Die meisten Besucher wollen aber nur zwei Tage bleiben - also laesst man einen Tag verfallen. Daher also die vielen tollen Hotels und die saubere Stadt! Die Tickets haben somit pro Person nochmals mit 40$ ein tiefes Loch in die Reisekasse gerissen...

Am naechsten morgen ging es also los - wobei der gut Englisch sprechende tuk-tuk-Fahrer vom Vorabend "leider" mit seinem Baby ins Hospital musste, und wir mit seinem "Kollegen" vorlieb nehmen durften. Dieser konnte nicht ganz so gut Englisch und hat zu allem Uebel auch noch gelispelt und ab und an die Namen der Tempel verwechselt... ;-) Er fuhr uns aber gleich zum ersten Highlight: Angkot Wat!


Wir waren frueh dran, und die Touristenmassen noch weit entfernt. Es folgten im Stundentakt weitere Tempel und wirklich alle waren absolut sehenswert und ueberwaeltigend.














Aber das Gekraxle zeigt wirklich seine Spuren, so dass wir ab Spaetnachmittag wirklich auf dem Zahnfleisch daher kamen. Zum Abschluss des ersten Tages wurde man noch zu einem Tempel auf einem Berg gefahren, wo man nochmals Angkor Wat in der Abendstimmung beobachten konnte. Wirklich sehr schoen! Sonneuntergang musste dann ohne uns stattfinden - wir waren einfach zu muede.





Abends wieder das leckere 1$-Essen und zwei Bier + Cuba Libre - dann ab ins Bett, da wir am naechsten morgen um 5:00 Uhr zum Sonnenaufgang vor unserem Guesthouse abgeholt wurden.


Sonnenaufgang gab's dann wieder vor der atemberaubenden Kulisse von Angkor Wat.


Tolle Stimmung und aufkommende Muedigkeit und Kaffeedurst! Auch heute sollte im Stundentakt ein Tempel den naechsten "jagen" - wobei wir eingestehen muessen, irgendwann abgeschaltet zu haben und keine wirklichen Unterscheidungsmerkmale mehr feststellen konnten. Dennoch kann man die zwei Tage als absolutes Highlight bezeichnen!
Abends haben wir uns dann ein "teures" 3$-Menu gegoennt und noch die Weiterreise nach Laos geplant.

Sonntag, 18. Januar 2009

Kambodscha: Sihanoukville (15.-19.01.09)

Ueber die letzten fuenf Tage sagen Bilder mehr als Worte...



Unsere schicke Unterkunft fuer konkurrenzlose 8$.


Was ein Leben! (Part 01)


OHNE Sonnenbrand! ;-)


Caro von 9:30 - 17:30 Uhr.



Sie hat Obst und kann massieren - eine tolle Frau!


Alex von 14:00 - 17:30 Uhr.




Fleissig am Dosen sammeln.



Mhhh... Steine?


Was ein Leben! (Part 02)

Genug relaxed. Auf geht's zum 8. Weltwunder:
Die Tempel von Ankor.