Dienstag, 19. Mai 2009

Australien: Fraser Island, Hervey Bay (16.05.-18.05.09)

Als wir am Morgen nach einer guten Stunde Fahrt in Hervey Bay ankamen, hatten wir einen wolkenlos-sonnigen Tag vor uns (Wann haben wir das nur zuletzt gehabt?!?)... So konnten wir endlich mal wieder draussen in der Sonne fruehstuecken und gestaerkt ging es dann daran, einen Campingplatz zu finden und uns zu ueberlegen, wie wir am G'schicktesten auf Fraser Island kommen. Da Fraser Island die groesste Sandinsel der Welt ist und entsprechend nur aus Sand besteht, kann man nicht mit einem normal 2-Rad-angetriebenen Fahrzeug die Insel befahren, sondern muss sich einen 4WD (4-Rad-angetriebenen) Jeep mieten.

Mit gut Glueck haben wir relativ schnell total versteckt einen spotguenstigen Campingplatz gefunden (ne 'powered site' fuer nur schlappe 18 AU$ pro Nacht!) - auch noch mit dem lustigsten Betreiber ueberhaupt! Gooooood Gooooood!

Anschliessend war es an der Zeit im Staedtchen nach einem geeigneten Anbieter fuer Fraser Island zu suchen. Nach laengerem Ueberlegen haben wir uns dazu entschlossen, lieber ein bisschen mehr Geld zu investieren und dafuer eigenstaendig und flexibel auf der Insel fahren zu koennen, als so eine doofe Gruppentour mit einem Bus oder 9 anderen Backpackern zu machen.

Bei 'Aussie Trax' haben wir zugeschlagen und einen Suzuki Sierra im Package mit einer Uebernachtung auf der Insel gebucht. Allerdings hatten wir uns jetzt nachmittags noch einen Termin aufgebunden (so was ungewohntes...): wir mussten um 16 Uhr nochmals zur Autoeinweisung kommen, dass auch nix schief laeuft, wenn man zum ersten Mal 4WD faehrt... Alles klar!

Den Rest des Tages wurde bissl gewaschen, bissl eingekauft und die schon so grosse Vorfreude noch bissl unterdrueckt...


Am naechsten Morgen war dann richtig frueh aufstehen angesagt! Wir mussten um 6 Uhr schon beim Autovermieter sein, um unseren Suzuki abzuholen. Bis die Faehre um 7 Uhr losfuhr, hatte der Hunger sich schon laengst gemeldet. Und 'n kleines Fruehstueck gab's am Hafen. Bei schoenstem Wetter wohlgemerkt - Juhuuu!



Auf der Insel angekommen, gings los: 4WD-Gang rein und ab die Piste! Was ein Spass! Dass es soooo arg holprig ist, hatten wir uns nicht vorgestellt, aber dadurch dass die Insel so extrem bewaldet ist (eine Mischung aus Regenwald, Eukalytusbaeumen und Buschlandschaft), fuehren relativ viele Wurzeln ueber die Sandstrasse.






Wir begannen unsere Route im Landesinneren im Sueden der Insel, an ganz vielen Seen vorbei, die so unglaublich klar sind, dass man die Wasseroberflaeche kaum erkennt.


Hier der Lake Mc Kenzie...


... und der noch schoenere Lake Birrabeen

Als wir vom Inland am Strand ankamen, wieder ein voellig neues Fahrgefuehl... Man schwebt hier richtig auf dem weichen Sand! Allerdings muessen wir uns an bestimmte Zeiten halten, um am Strand fahren zu duerfen. 2 Stunden vor und nach der Flut verbietet es der Vermieter am Strand entlang zu fahren. In der Zeit kommt das Wasser zu weit hoch und Salzwasser durfte nicht an unser Mietauto... So hatten wir jetzt noch 2 Stunden, um bis zu unserer Unterkunft ca. 40 km Richtung Norden zu fahren. Entspannte Zeit... :-)




Endlose Weiten am sog. 74 Mile Beach:






Ein bisschen muss man beim Fahren schon aufpassen. Es gilt normaler Linksverkehr und neben anderen Autos und Tourbussen war der Beach zugleich auch Start- und Landebahn fuer kleine Flugzeuge:



Ab und an gab es einen Rock-Bypass zu meistern, wenn Felsen die Beach-Strasse versperrten:



Relativ mittig an der Ostkueste - in dem Oertchen 'Happy Valley' (Alex freut sich...) - war unsere Unterkunft gelegen, ein kleines "Motelzimmer" in einer echt suessen Anlage.





Was auch immer hier fuer Tiere die "Hauptstrasse" kreuzen moegen, es gilt Obacht zu geben...

Weil uns das Pistenfahren so viel Gaudi macht, sind wir nachmittags glatt nochmal losgefahren und im Inland einfach nochmal bissl auf paar Pisten rumgecruist. Der Strand war ja bis 17 Uhr tabu und um die Zeit wird's mittlerweile ja auch schon fast dunkel...

Der naechste Morgen... Endlich. Wir konnten uns wieder ins Auto schwingen! Den ganzen Vormittag verbrachten wir damit den Beach bis ganz in den Norden entlang zu fahren und dort alle Sehenswuerdigkeiten abzuklappern (bis 13.55 Uhr hatten wir ja richtig entspannt Zeit).

Sehr faszinierend war das Wrack der S.S. Maheno. Der ehemalige Trans-Tasman-Luxusliner strandete 1935 während eines Zyklons auf Fraser Island. Heute sind noch die oberen Decks des Schiffes zu erkennen.



Ein Stueckchen weiter nordwaerts erschienen die Pinnacles, auch Coloured Sands genannt. Diese farbenpraechtigen Sandformationen schimmern in den unterschiedlichsten Gelb-, Orange-, Rot- und Brauntoenen, vor allem wenn die Sonne scheint. Bei uns zog es ein bisschen zu...

Der noerdlichste Punkt, der mit dem 4WD befahren werden darf, ist das Indian Head. Eine wunderschoene Klippe, die man besteigen kann und von wo man einen atemberaubenden Blick auf die Sandinsel hatte.



Als wir den ganzen Strand-Spass - selbstverstaendlich allzeit mit gerechtem Fahrerwechsel - wieder zurueck gefahren sind, ging's so langsam gegen mittag wieder ins Inland. Stop machten wir am Lake Wabby, dem tiefsten See der Insel, der von 3 Seiten von Regenwald und von der 4. Seite von einer riesigen Sandduene umgeben ist.

Hier gab's erst mal n kleines mediteranes Mittagslunch (bei Aldi waren grad griechische Wochen) und die restlichen Pesto-Pasta von gestern abend wurden noch brav aufgegessen. Bei uns verkommt ja nix ;-)


Nach dem Lunch liefen wir zum See runter und doesten dort noch ein bisschen, ehe wir uns auf den anspruchvollen Weg zurueck zum Faehrhafen gemacht haben. Um 16 Uhr ging unsere Faehre ja wieder aufs Festland zurueck...

Alles in allem war dieser Trip ne geniale Erfahrung und all sein (vieles) Geld wert! Das Selbstfahren ist einfach der halbe Spass!!

Neben all der Natur und Landschaft ist die Tierwelt auf Fraser auch wirklich nicht zu verachten - wir machten die Begegnung mit einem Dingo, der zu schnell wegrannte, ehe wir die Kamera auspacken konnten. Desweiteren mit...


...einem Goanna


...einem Kookaburra


...und wer haette es noch geglaubt - endlich auch mal (aus sicherer Entfernung!) mit einer Schlange. Die war sicherlich 2 Meter lang! Ob sie giftig war, wissen wir natuerlich nicht.

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