Sonntag, 3. Mai 2009

Australien: Das Outback III: Carpentaria Hwy, Tablelands Hwy, Overlander Way & Savannah Way to East Coast (25.04.-28.04.09)

Dann war's heut mal wieder soweit und es ging erneut ins weite Outback...

Da es im Outback so wenige Strassen gibt, mussten wir auch erst mal wieder ein Stueck den Stuart Highway zurueck fahren, und kamen dabei nochmal an Mataranka vorbei, wo wir auf dem Hinweg schon die 'Rainbow Springs' besucht hatten.
Diesmal haben wir einen Abstecher zu den 'Bitter Springs' am anderen Ende der Stadt gemacht. Dieser Hot Thermal Pool mit seinen ebenfalls 34 Grad ist sogar nochmal um einiges schoener! Der Pool ist inmitten der tropischen Natur:



Wir wollten diesmal allerdings nicht die "offizielle" touristische Route (zurueck den Stuart Hwy und dann den Overlander Hwy nach Townsville) fahren, sondern einen viel authentischeren Weg nehmen, der uns ins richtige Outback fuehrte. Und da gibt es genau 2 Alternativ-Routen, die mit einem normalen 2-Rad-Wagen befahren werden koennen: Die erste Route fuehrte uns den Carpentaria Hwy bis nach Cape Crawford (hier befindet sich auf 650 km die einzige Tankstelle, entsprechend teuer ist selbstverstaendlich das Benzin: 1,85 AUS$ pro Liter!!) und dann den Tablelands Hwy runter bis nach Barkly Homestead, wo wir wieder auf die "offizielle" Strasse getroffen sind.

Wieso wir diesen Abstecher unbedingt machen wollten, haben wir uns waehrend der Fahrt dann doch gefragt, denn der sog. "Highway" ist eine einspurige Strasse! Und das wohlgemerkt ueber 650 km!



Man musste sich beim Fahren schon recht ordentlich konzentrieren. Zum einen wegen des moeglichen Gegenverkehrs durch nur eine Spur und man ist ja dann doch mit ca. 100 km/h unterwegs... Gut das waren vielleicht 6 Autos, denen man in dieser Einsamkeit begegnet ist. Aber immerhin schon mal 3 Roadtrains (das sind LKW's von 53 Metern Laenge), die mit einer immensen Geschwindigkeit angebraust kommen und gesetzlich Vorfahrt haben - also nichts wie schnell abbremsen und am Strassenrand anhalten, um zu ueberleben!

Das allerdings noch viel schwerwiegendere Problem waren die ganzen Tiere, die gerne mal auf der Strasse rumhuepften. Vor allem mit Belieben die Rinder (die keinerlei Anstalten machten, von der Strasse zu gehen, wenn wir angefahren kamen)...


Hier mal ein naeheres Bild der Rinder, die hier leben. Die sind so lustig. Man achte mal auf die grossen Ohren!


Und hier einfach mal ein paar Eindruecke unseres Outbacklebens:





Nichts, nichts und nochmal nichts.... Und das ueber Tage hinweg. Nur weite Landschaften und Einsamkeit. Im Nachhinein sind wir sehr froh diese Route genommen zu haben, denn man konnte das Outback so unglaublich nah erleben, wie wir es sonst nicht erleben haetten koennen. Wir haben wahnsinnig viele Tiere gesehen, u.a. Kaenguruhs (leider auch recht viele Tote am Strassenrand...), Echsen, Stoerche, Wildkatzen, riesige Spinnen, Adler und sehr viele kleinere Voegel. Zwei davon sind uns voll ins Auto geflogen! Naja solange es nur so was kleines war... ;-)
Nachts standen wir grundsaetzlich irgendwo ganz alleine, umgeben von einem unglaublich klaren Sternenhimmel und tausenden von undefinierbaren Tiergeraeuschen.


Zu guter letzt noch ein paar kleine Einblicke in unser Extreme-Outback-Camper-Leben:


Beim Essen.


Beim (Ab-)Waschen.

Beim Zaehneputzen.


Unsere zweite Alternativ-Route - der Savannah Way - zweigte in Cloncurry ab und verlief ueber Normanton und die Gulf Savannah... Hier sah die Landschaft dann schon wieder baumiger aus und mit vielen Wasserlaeufen, wobei's nach wie vor tiefstes Outback war und niemand hier lebte:



Dieser Highway war aber um einiges komfortabler als unsere erste Off-the-Beaten-Track-Idee. Meist war es zweispurig, nur ab und an wurde es mal einspurig. Aber das waren wir ja jetzt schon gewohnt und war somit keine grosse Herausforderung mehr fuer uns alte Outbacker...

Es war allerdings doch eine wahre Erleichterung als wir nach 4 Tagen und der 10.000 km-Grenze (in einem Monat!!!) zum ersten Mal wieder auf die erste Zivilisation trafen. Kurz vor Ravenshoe - wo der Savannah Way endet und die Atherton Tablelands beginnen - fanden wir eine wunderschoene Rest Area direkt an einem kleinen Fluesschen. Und wir waren nicht alleine. Es parkten bei Ankunft bereits 3 weitere Camper.


Das Klima war mittlerweile extrem angenehm (weder zu heiss noch zu kalt) und es hatte abends keinerlei Insekten oder andere Tiere, die uns befallen wollten. Das wir so was noch erleben durften?! ;-)

Endlich konnten wir mal in Ruhe ein Lagerfeuer machen und den Abend so richtig geniessen...

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