Gegen Nachmittag fuhren wir nach Byron Bay. Das ist wohl einer der schoensten und vor allem laessigsten Orte Australiens! Recht klein, ist Byron Bay als eine alternative Stadt bekannt und fuer sein Aussteiger- und Kuenstlerklientel bekannt. Hier kann man es mal gut ein paar Tage aushalten... Sollen ein Haufen positive Vibes hier rumschwirren - haben wir gehoert...
Samstag, 23. Mai 2009
Australien: Gold Coast, Byron Bay (21.05.-24.05.09)
Gegen Nachmittag fuhren wir nach Byron Bay. Das ist wohl einer der schoensten und vor allem laessigsten Orte Australiens! Recht klein, ist Byron Bay als eine alternative Stadt bekannt und fuer sein Aussteiger- und Kuenstlerklientel bekannt. Hier kann man es mal gut ein paar Tage aushalten... Sollen ein Haufen positive Vibes hier rumschwirren - haben wir gehoert...
Australien: Sunshine Coast, Brisbane (19.05.-20.05.09)
Auf unserem anschliessenden Weg nach Brisbane machten wir einen kleinen Schlenker ins Hinterland der Sunshine Coast, zu den Glass House Mountains. Der Nationalpark umfasst 12 Vulkanhuegel, die aus dem Nichts in die Hoehe ragen. Wir wollten eigentlich nur zu einem Aussichtspunkt fahren, wo man diese Huegel gut sehen soll. Doch eine wegen Ueberflutung gesperrte Strasse machte uns einen Strich durch die Rechnung.
Dienstag, 19. Mai 2009
Australien: Fraser Island, Hervey Bay (16.05.-18.05.09)
Mit gut Glueck haben wir relativ schnell total versteckt einen spotguenstigen Campingplatz gefunden (ne 'powered site' fuer nur schlappe 18 AU$ pro Nacht!) - auch noch mit dem lustigsten Betreiber ueberhaupt! Gooooood Gooooood!
Anschliessend war es an der Zeit im Staedtchen nach einem geeigneten Anbieter fuer Fraser Island zu suchen. Nach laengerem Ueberlegen haben wir uns dazu entschlossen, lieber ein bisschen mehr Geld zu investieren und dafuer eigenstaendig und flexibel auf der Insel fahren zu koennen, als so eine doofe Gruppentour mit einem Bus oder 9 anderen Backpackern zu machen.
Bei 'Aussie Trax' haben wir zugeschlagen und einen Suzuki Sierra im Package mit einer Uebernachtung auf der Insel gebucht. Allerdings hatten wir uns jetzt nachmittags noch einen Termin aufgebunden (so was ungewohntes...): wir mussten um 16 Uhr nochmals zur Autoeinweisung kommen, dass auch nix schief laeuft, wenn man zum ersten Mal 4WD faehrt... Alles klar!
Den Rest des Tages wurde bissl gewaschen, bissl eingekauft und die schon so grosse Vorfreude noch bissl unterdrueckt...
Am naechsten Morgen war dann richtig frueh aufstehen angesagt! Wir mussten um 6 Uhr schon beim Autovermieter sein, um unseren Suzuki abzuholen. Bis die Faehre um 7 Uhr losfuhr, hatte der Hunger sich schon laengst gemeldet. Und 'n kleines Fruehstueck gab's am Hafen. Bei schoenstem Wetter wohlgemerkt - Juhuuu!
Auf der Insel angekommen, gings los: 4WD-Gang rein und ab die Piste! Was ein Spass! Dass es soooo arg holprig ist, hatten wir uns nicht vorgestellt, aber dadurch dass die Insel so extrem bewaldet ist (eine Mischung aus Regenwald, Eukalytusbaeumen und Buschlandschaft), fuehren relativ viele Wurzeln ueber die Sandstrasse.
Wir begannen unsere Route im Landesinneren im Sueden der Insel, an ganz vielen Seen vorbei, die so unglaublich klar sind, dass man die Wasseroberflaeche kaum erkennt.
Hier der Lake Mc Kenzie...
... und der noch schoenere Lake Birrabeen
Als wir vom Inland am Strand ankamen, wieder ein voellig neues Fahrgefuehl... Man schwebt hier richtig auf dem weichen Sand! Allerdings muessen wir uns an bestimmte Zeiten halten, um am Strand fahren zu duerfen. 2 Stunden vor und nach der Flut verbietet es der Vermieter am Strand entlang zu fahren. In der Zeit kommt das Wasser zu weit hoch und Salzwasser durfte nicht an unser Mietauto... So hatten wir jetzt noch 2 Stunden, um bis zu unserer Unterkunft ca. 40 km Richtung Norden zu fahren. Entspannte Zeit... :-)
Endlose Weiten am sog. 74 Mile Beach:
Ein bisschen muss man beim Fahren schon aufpassen. Es gilt normaler Linksverkehr und neben anderen Autos und Tourbussen war der Beach zugleich auch Start- und Landebahn fuer kleine Flugzeuge:
Ab und an gab es einen Rock-Bypass zu meistern, wenn Felsen die Beach-Strasse versperrten:
Relativ mittig an der Ostkueste - in dem Oertchen 'Happy Valley' (Alex freut sich...) - war unsere Unterkunft gelegen, ein kleines "Motelzimmer" in einer echt suessen Anlage.
Was auch immer hier fuer Tiere die "Hauptstrasse" kreuzen moegen, es gilt Obacht zu geben...
Weil uns das Pistenfahren so viel Gaudi macht, sind wir nachmittags glatt nochmal losgefahren und im Inland einfach nochmal bissl auf paar Pisten rumgecruist. Der Strand war ja bis 17 Uhr tabu und um die Zeit wird's mittlerweile ja auch schon fast dunkel...
Der naechste Morgen... Endlich. Wir konnten uns wieder ins Auto schwingen! Den ganzen Vormittag verbrachten wir damit den Beach bis ganz in den Norden entlang zu fahren und dort alle Sehenswuerdigkeiten abzuklappern (bis 13.55 Uhr hatten wir ja richtig entspannt Zeit).
Sehr faszinierend war das Wrack der S.S. Maheno. Der ehemalige Trans-Tasman-Luxusliner strandete 1935 während eines Zyklons auf Fraser Island. Heute sind noch die oberen Decks des Schiffes zu erkennen.
Ein Stueckchen weiter nordwaerts erschienen die Pinnacles, auch Coloured Sands genannt. Diese farbenpraechtigen Sandformationen schimmern in den unterschiedlichsten Gelb-, Orange-, Rot- und Brauntoenen, vor allem wenn die Sonne scheint. Bei uns zog es ein bisschen zu...
Als wir den ganzen Strand-Spass - selbstverstaendlich allzeit mit gerechtem Fahrerwechsel - wieder zurueck gefahren sind, ging's so langsam gegen mittag wieder ins Inland. Stop machten wir am Lake Wabby, dem tiefsten See der Insel, der von 3 Seiten von Regenwald und von der 4. Seite von einer riesigen Sandduene umgeben ist.
Hier gab's erst mal n kleines mediteranes Mittagslunch (bei Aldi waren grad griechische Wochen) und die restlichen Pesto-Pasta von gestern abend wurden noch brav aufgegessen. Bei uns verkommt ja nix ;-)
Nach dem Lunch liefen wir zum See runter und doesten dort noch ein bisschen, ehe wir uns auf den anspruchvollen Weg zurueck zum Faehrhafen gemacht haben. Um 16 Uhr ging unsere Faehre ja wieder aufs Festland zurueck...
Alles in allem war dieser Trip ne geniale Erfahrung und all sein (vieles) Geld wert! Das Selbstfahren ist einfach der halbe Spass!!
Neben all der Natur und Landschaft ist die Tierwelt auf Fraser auch wirklich nicht zu verachten - wir machten die Begegnung mit einem Dingo, der zu schnell wegrannte, ehe wir die Kamera auspacken konnten. Desweiteren mit...
...und wer haette es noch geglaubt - endlich auch mal (aus sicherer Entfernung!) mit einer Schlange. Die war sicherlich 2 Meter lang! Ob sie giftig war, wissen wir natuerlich nicht.
Australien: Mount Morgan, Tannum Sands, 1770, Agnes Water, Bundaberg (14.05.-15.05.09)
Die Ortschaft war einst Australiens groesste Goldminenstadt, wovon heute rein gar nichts mehr zu spueren ist. Eine richtige Geisterstadt...
Der alte Bahnhof wurde kurzerhand in ein Museum umgewandelt und von schrulligen, aelteren Damen betrieben. Auf der Damentoilette gab es - warum auch immer - ein Klavier und so hauten wir kraeftig in die Tasten...
Das Wetter war traumhaft und unsere Fahrt erinnerte uns an die scheonen und unvergesslichen Tage auf dem Stuart Highway im 'Roten Zentrum'...
Gemuetlich und in der 'Vergangenheit' schwelgend cruisten wir ueber die Strassen, so dass wir puenklich um 16:00 Uhr am vereinbarten Treffpunkt in Gladstone ankamen, wo uns Col standardgemaess mit seiner Harley abholte. Die Begruessung war herzlich und so wussten wir, dass wir auch hier wirklich willkommen waren!
Wir folgtem ihm zu seinem Haus in Tannum Sands und waren angenehm ueberrascht: Ein fuer Ausstralier eher untypisches, unterkellertes, 2-stoeckiges Haus mit Pool und toskanischer Veranda. Wirklich sehr schoen - und wie wir gleich erfahren haben: Im Vergleich zu Deutschland auch wirklich bezahlbar! Immer mit von der Partie: '50 Cent' - ein kleiner Terrier von Cols Tochter. Was ein aufgeregtes und flippiges Ding. Aber zu putzig...
Nach Hausfuehrung und Kaffeeklatsch trudelte auch Ro, seine Frau ein. Sie war damals in Darwin nicht mit dabei, empfing uns aber auch aufs herzlichste und bedankte sich immer wieder, dass wir sie besuchen kommen, wo sie doch schon so viel von uns gehoert hatte. Unglaublich, die Aussies!
Das Abendessen bestand aus einer frischen Minestrone, Alex's heissersehntem BBQ mit knackigem Gemuese und zum Dessert selbstgemachte Ginger-Cookies. Zu Trinken gab es logischerweise wieder gefuehlte 10l Rotwein und obendrauf noch ein paar Schnaepse...
Der Abend bestand hauptsaechlich darin, Ro's Reiseplaene zu ihrem 50. Geburtstag nach Europa zu besprechen. Wow, eine echt tolle Route, die sie da gebucht haben - mit Staedten, die selbst wir noch nicht gesehen haben...
Anschliessend wurden uns noch am riesigen Flatscreen-Fernseher haufenweise Bilder von Cols schoenen Motorradtouren gezeigt, ehe wir - mal wieder - angesaeuselt ins BETT fielen. Ja, wir durften nicht in unserem Camper schlafen, stattdessen im luxurioesen und bequemen Gaestezimmer.
Geweckt wurden wir natuerlich von '50 Cent', der sich ab ca. 5:00 Uhr morgens auf seinen Spaziergang freute...
Zum Fruehstueck probierte Caro zum ersten und wahrscheinlich letzten Mal 'Vegemite', der beliebte australische Brotaufstrich, der sehr stark an konzentriertes Maggie erinnerte. Alex genoss waehrendessen seinen Marmeladentoast...
Anschliessend nahm uns Col mit auf seinen morgendlichen Spaziergang mit '50 Cent', der uns mit unserem Kater mehr wie eine Wanderung vorkam. Allerdings mussten wir feststellen, dass Tannum Sands ein wirklich lebenswertes Fleckchen Erde ist!
Nach ca. 2 Stunden 'Spaziergang' liess es sich Col nicht nehmen, uns noch mit dem Auto die naehere Umgebeung zu zeigen. Es hat hier wirklich alles: Schoene Seen, das Meer sowie die Berge im Hintergrund.
Zum Mittagessen loeffelten wir nochmals von der leckeren Minestrone, was unseren geschundenen Maegen sehr gut tat. Mit Hummeln im Hintern mussten wir dann allerdings aufbrechen, da das Wetter gut war und wir somit unbedingt Richtung Fraser Island kommen wollten. Ein wirklich gelungener Besuch bei Ro und Col!
Auf dem Weg Richtung Sueden lagen allerdings noch zwei Orte, die wir uns nicht entgehen lassen wollten: Town of 1770 und Agnes Waters. Hier betrat James Cook zum ersten Mal den Boden von Queensland.
Immer noch ein wenig von den beiden letzten Abenden laediert, haben wir uns dazu entschlossen, nicht in einem Ruck nach Hervey Bay, dem Tor zu Fraser Island, durchzufahren, so dass wir kurz nach Bundaberg (wo man eigentlich haette gut Rum trinken koennen...) auf eine Restarea eingebogen sind, um den Tag mit unserem hoellisch scharfen Chicken Madras gemuetlich ausklingen zu lassen...