Mittwoch, 28. Januar 2009

Nordthailand: Der Horrortrip und die Einreise nach Laos (22.-24.01.09)

Da man ohne vorherig ausgestelltes Visa von Kambodscha nicht direkt nach Laos einreisen kann (warum auch immer bekommt man nur von der thailaendischen Grenze aus ein Visa-on-Arrival fuer Laos), machten wir uns eben auf den Weg nach Nordthailand.

Ueber eine total holprige, nicht geteerte Strasse (scheinbar zahlt eine Fluggesellschaft Geld dafuer, dass nicht geteert wird) ging es in 2 Stunden bis nach Poipet, der Grenze Kambodscha - Thailand.




Von dort aus suchten wir uns einen Bus Richtung Norden. Letztendlich kamen wir bis Nakhon Ratchasima - einem total verschlafenen Ort, der angeblich die 2. groesste Stadt in ganz Thailand sein soll. Davon haben wir nix gemerkt! Das schlimmste: niemand war der englischen Sprache maechtig. So konnte uns absolut keiner mit Bus- oder Zugverbindungen weiterhelfen. Uns blieb nichts anderes uebrig als eine Nacht zu bleiben und am naechsten Tag unser Glueck zu versuchen...


Vorbereitungen fuer das Chinese New Year am 26. Januar.



Um 6 Uhr aufgestanden, haben wir am Bus-Bahnhof - mithilfe wilder Gestikulationen - irgendwie erfahren, dass der naechste Bus Richtung laotischer Grenze (nach Ubon Ratchathani) erst um 8.30 losfuhr. Also erst mal wieder abhaengen...

Die Fahrt nach Ubon Ratchathani war dann zu allem Ueberfluss die schrecklichste Tour unserer Reise: ein total ueberfuellter Bus, kotzende Kinder, schmatzende Thais, eine stinkende Oma mit durch Bethel zerfressenem Zahnfleisch und einer nicht funktionierenden Klimaanlage.



Noch waren wir gluecklich mit gegrilltem Haehnchen...



... und Reis-"Wurst"

Lt. Lonely Planet haetten wir 6 Stunden brauchen sollen, der Bus hielt allerdings an jeder Ecke, so dass wir nach 9 Stunden irgendwann ankamen. Selbstverstaendlich zu spaet um die Grenze zu passieren...

Also wieder uebernachten. In einer Stadt, die kein Deut besser ist, als die Nacht zuvor... Diesmal konnten wir nicht einmal ein kleines Restaurant finden, wo wir etwas haetten essen koennen. Es gab lediglich eine Ansammlung von Strassenstaenden. Saemtliches Essen, das angeboten wurde - klar! - in thailaendischen Schriftzeichen. Auf gut Glueck haben wir einfach bestellt: Fuer Alex gab es letztendlich eine Suppe mit Leber und fuer Caro gluecklicherweise einen Papaya-Salat.

Immerhin konnten wir in Erfahrung bringen, dass der International-Bus nach Pakse (Laos) am naechsten Tag um 9.30 Uhr abfaehrt. Mit grosser Vorfreude ging es nach Laos!

Kambodscha: Siem Riep & die Tempel von Angkor (19.-22.01.09)

In sportlichen 11 Stunden haben wir am fruehen Abend Siem Riep erreicht. Wider erwarten eine Stadt mit sehr vielen Luxushotels und auch super gepflegt. Unsere Unterkunft war in der Naehe des alten Marktes und man konnte abends an kleinen Staenden entlang der Strasse fuer n' Dollar super lecker essen. Dann gab es noch die legendaere Pub-Street, wo es echt ein paar nette Trinkschuppen -insbesondere "Angkor What?" - DIE Inkneipe schlechthin- gab!

Nach Siem Riep kommt man aber trotzdem nur aus einem Grund: Die Tempel von Angkor!

Also haben wir uns direkt abends bei der Ankunft fuer die naechsten zwei Tage ein tuk-tuk mit Fahrer gechartert (14$ pro Tag). Das mit dem Ticket fuer die Tempel von Angkor ist dann wieder so ne Sache: Es gibt Tagestickets, 3-Tages-Tickets und Wochentickets. Die meisten Besucher wollen aber nur zwei Tage bleiben - also laesst man einen Tag verfallen. Daher also die vielen tollen Hotels und die saubere Stadt! Die Tickets haben somit pro Person nochmals mit 40$ ein tiefes Loch in die Reisekasse gerissen...

Am naechsten morgen ging es also los - wobei der gut Englisch sprechende tuk-tuk-Fahrer vom Vorabend "leider" mit seinem Baby ins Hospital musste, und wir mit seinem "Kollegen" vorlieb nehmen durften. Dieser konnte nicht ganz so gut Englisch und hat zu allem Uebel auch noch gelispelt und ab und an die Namen der Tempel verwechselt... ;-) Er fuhr uns aber gleich zum ersten Highlight: Angkot Wat!


Wir waren frueh dran, und die Touristenmassen noch weit entfernt. Es folgten im Stundentakt weitere Tempel und wirklich alle waren absolut sehenswert und ueberwaeltigend.














Aber das Gekraxle zeigt wirklich seine Spuren, so dass wir ab Spaetnachmittag wirklich auf dem Zahnfleisch daher kamen. Zum Abschluss des ersten Tages wurde man noch zu einem Tempel auf einem Berg gefahren, wo man nochmals Angkor Wat in der Abendstimmung beobachten konnte. Wirklich sehr schoen! Sonneuntergang musste dann ohne uns stattfinden - wir waren einfach zu muede.





Abends wieder das leckere 1$-Essen und zwei Bier + Cuba Libre - dann ab ins Bett, da wir am naechsten morgen um 5:00 Uhr zum Sonnenaufgang vor unserem Guesthouse abgeholt wurden.


Sonnenaufgang gab's dann wieder vor der atemberaubenden Kulisse von Angkor Wat.


Tolle Stimmung und aufkommende Muedigkeit und Kaffeedurst! Auch heute sollte im Stundentakt ein Tempel den naechsten "jagen" - wobei wir eingestehen muessen, irgendwann abgeschaltet zu haben und keine wirklichen Unterscheidungsmerkmale mehr feststellen konnten. Dennoch kann man die zwei Tage als absolutes Highlight bezeichnen!
Abends haben wir uns dann ein "teures" 3$-Menu gegoennt und noch die Weiterreise nach Laos geplant.

Sonntag, 18. Januar 2009

Kambodscha: Sihanoukville (15.-19.01.09)

Ueber die letzten fuenf Tage sagen Bilder mehr als Worte...



Unsere schicke Unterkunft fuer konkurrenzlose 8$.


Was ein Leben! (Part 01)


OHNE Sonnenbrand! ;-)


Caro von 9:30 - 17:30 Uhr.



Sie hat Obst und kann massieren - eine tolle Frau!


Alex von 14:00 - 17:30 Uhr.




Fleissig am Dosen sammeln.



Mhhh... Steine?


Was ein Leben! (Part 02)

Genug relaxed. Auf geht's zum 8. Weltwunder:
Die Tempel von Ankor.

Freitag, 16. Januar 2009

Kambodscha: Phnom Penh (13.-15.01.09)


Blick aus unserem Guesthouse in Phnom Penh

Gemeinsam mit Alex aus der Schweiz besuchten wir am Morgen die Killing Fields in Choeung Ek - ca. 14 km ausserhalb der Stadt. Die Killing Fields gelten als ein Synonym für den beispiellosen bestialischen Massenmord der Roten Khmer an der eigenen Bevölkerung in der Zeit von 1975 bis 1979. Hierher wurden die Gefangenen aus dem S-21-Gefaegnis zur Exekution gekarrt.
Details dieser schrecklichen Zeit zu erfahren, war absolut ergreifend:
Um Munition zu sparen wurden die Gefangenen hier nicht erschossen, sondern mit Eisenstangen, Äxten oder ähnlichem erschlagen. Da teilweise mehr Leute pro Tag ankamen als getötet werden konnten, wurden die Leute temporär in einem "Warteraum" eingesperrt. Damit die auf ihren Tod wartenden Leute die Schreie der Sterbenden nicht hören konnten, wurde die Anlage mit Musik beschallt.

In einer Gedenkstaette neben all den Massengraebern sieht man ausgegrabene Totenschaedel.







Gegen Mittag fuhren wir mit einem Tuk Tuk dann in das Tuol Sleng Museum, das Sicherheitsgefaegnis-21 (S-21). Urspruenglich ein Schulgebaeude, wurden die Klassenraeume in Gefaegniszellen und Folterkammern umgewandelt. Auch hier wurden einem unglaubliche Anblicke geboten. Man hat sogar teilweise noch am Boden Blutreste sehen koennen.




Um die Stimmung wieder ein wenig aufzuheitern, haben wir uns anschliessend noch ein paar Ecken dieser absolut faszinierenden Stadt angesehen und auf dem Central Market erst mal eine "undefinierbare" Suppe gegessen. Aber sehr lecker!




Nach diesen ganzen schrecklichen Eindruecken aus dem Roten Khmer Regime haben wir beschlossen, erst noch einmal an den Strand zu fahren bevor wir Kambodschas Highlight Ankor Wat besichtigen werden. Also ab mit dem Bus nach Sihanoukville!

Mittwoch, 14. Januar 2009

Vietnam: Mekong Delta und Einreise nach Kambodscha (12.-13.01.09)

Nach 3 stuendiger Busfahrt stiegen wir heute zur Abwechslung endlich mal in ein Boot, um auf dem Mekong die Floating Markets (in Cai Be) anzuschaun und ein bisschen durch die kleineren Flusskanaele des Mekong zu shippern. Da wir eine guided Tour gebucht hatten, kamen wir zudem in den Genuss eine Coconut Candy Farm und eine Rice Paper Farm zu besuchen und ueber deren Herstellung zu erfahren. Naja, so wissen wir dies jetzt auch...


"Floating Markets"


Da es Ebbe und Flut gibt, ging gegen Mittag das Wasser entsprechend zurueck, so dass wir mit unserem Boot nicht weiter die Kanaele entlang fahren konnten, stattdessen auf ein Fahrrad umsteigen mussten und ca. 10 Minuten bis zu unserem Mittagslunch radelten. Dort durfte Caro mit grosser Freude die Bekanntschaft mit einer lieben Schlange machen. Total suess - wenn sie nicht gerade meint, sich mit ihrer Zunge in Richtung des Gesichtes "schlaengeln" zu muessen.


Gegen Nachmittag ging es mit dem Boot nochmals etwa 2 Stunden den Fluss entlang - immer Richtung Kambodscha - es blieb uns allerdings nicht erspart im Anschluss erneut in einen Bus zu steigen (landschaftlich ist das Mekong Delta sehr schoen), um bis nach Chao Doc zu kommen, wo wir uebernachteten. Chao Doc an sich sah am Vorbeifahren recht nett aus, doch war unsere Unterkunft unwissenderweise irgendwo in einem Kaff nahe Chao Doc, in dem, als wir um 19.30 Uhr dort ankamen, bereits saemtliche Boardsteine hochgeklappt waren... So konnten wir wenigstens frueh schlafen, denn am naechsten Tag ging es schon um 7 Uhr morgens weiter.


Mit dem Slowboat fuhren wir am naechsten Tag - nach einem kurzen Stop bei einer Fish Farm und einer Minority Village - den Mekong weiter aufwaerts bis zur kambodschanischen Grenze. Dort hatten wir das Vergnuegen geschlagene 3 Stunden auf unser Visum warten zu muessen! Das war echt ein bisschen nervig, andererseits laueft das Leben in Asien nun mal langsamer - und wir haben ja die Zeit... :-)
Nachdem endlich alle Stempel im Pass erledigt waren, ging es in Kambodscha mit einem neuen Boot (auf welches wir wiederum eine weitere Stunde warteten (!!), weil ja Grenzuebergang und anderes Land...) bis in die Hauptstadt Phnom Penh. Der erste Eindruck: Von der Landschaft in Kambodscha sind wir total begeistert! So schoen hatten wir es uns keinesfalls vorgestellt...

"Der Grenzuebergang"


Abends waren wir noch mit Alex - einem Schweizer, den wir auf der Tour kennen gelernt haben - zum ersten Mal kambodschanisch essen. Und auch hier wieder Begeisterung: Die kambodschanische Kueche ist sehr lecker (unserer Meinung nach besser als die vietnamesische)! Und die Leute hier sind extrem freundlich, was daran liegen mag, dass sie den Tourismus noch nicht so lange kennen... Wir sind jedenfalls gespannt auf mehr!

P.S: Fast vergessen: das Bier schmeckt in Kambodscha auch um Welten besser als in Vietnam!







Sonntag, 11. Januar 2009

Vietnam: Da Lat (09.-11.01.09)

Nach vier Stunden landschaftlich schoener Fahrt mit einem Minibus -gebaut fuer Frodo und seine Freunde- kamen wir auf knapp 1.500m Seehoehe in Da Lat an. Grundsaetzlich haben wir uns ein idyllisches Bergdorf erhofft - wurden aber von einer Stadt mit ueber 150.000 Einwohnern ueberrascht, die alle mit Jacken, Handschuehen und Muetzen rumliefen. So hatten wir Asiaten bisher noch nie gesehen! Ein lustiger Anblick, der allerdings seine Berechtigung hatte - denn in Da Lat friert man sich den ganzen Tag den Arsch ab! Aber schliesslich wollten wir hier neben Sightseeing eine Trekking-Tour machen, um sich nach den faulen Tagen in Mui Ne wieder ein bisschen sportlich zu betaetigen. Daher war die Kaelte bei strahlendem Sonnenschein abolut in Ordnung.

Am Ankuftstag liefen wir noch ein bisschen durch die Stadt und schauten uns das "beruehmte" Crazy House in Da Lat an - ein Haus, das architektonisch an Gaudi erinnert. Wirklich viel mehr zu sehen gibt es hier nicht - es sei denn, man steht auf Tretboote in Form eines grossen Schwans. :-)
Am naechsten Tag haben wir uns fuer eine "moderate" Trekking-Tour mit einem einheimischen Guide entschlossen, die uns auf den hoechsten Punkt der Umgebung bringen sollte (knapp 2.200m). Dieser Einheimische entpuppte sich schnell als ein wahres Bergwiesel und so hechelten wir ihm nur so hinterher. Anfangs ging es durch Pinienwaelder, die an die Toskana erinnerten - nach einer Abzweigung auf ca. 1.900m ging es allerdings im nebelverhangenen Dschungel weiter bergauf. Der Weg wurde extrem steil und rutschig, so dass weder dem Bergwiesel noch uns richtig wohl dabei war, den Gipfel voll zu besteigen. So brachen wir ca. 100m vor unserem Ziel ab. Gesehen haette man vor lauter Nebel eh nix! Es folgten zwei weitere Peaks und ein Picknick mit toller Rundumsicht. Nach 5 Stunden kamen wir reichlich erledigt wieder in unserem Guesthouse an - von wegen "moderate" Tour...
Abends haben wir zu Alex' grossem Entsetzen keine g'scheite Bierbar gefunden, so dass wir uns mit Milchkaffee (inkl. Tee und Wasser gratis dazu) und lauten Modern-Talking-Beats amuesieren mussten. So schaut also ein Samstag abend in Da Lat aus...

Heute morgen ging es wieder es in flotten 7 Stunden (natuerlich mit dem Bus!) fuer einen kurzen Zwischenstopp zurueck nach Ho-Chi-Minh-City. Morgen frueh starten wir unsere 2-taegige Tour ins Mekong-Delta. Per Boot geht es von da aus nach Phnom Phen in Kambodscha.

Freitag, 9. Januar 2009

Vietnam: Mui Ne (05.-09.01.09)

Von Saigon aus ging es mit dem Bus in ca. 5 Stunden nach Mui Ne im Suedosten von Vietnam. Laut Lonely Planet ein absolutes Mekka fuer Surfer und Kiteboarder. Also Alex - immer schoen den Bauch einziehen...

Der Strand ist ca. 11km lang, wobei man eigentlich nur an zwei Stellen wirklich von Stand sprechen kann, der Rest ist sehr schmal und dreckig. Ausserdem ist Mui Ne wegen seinem Fischerdorf und der dort produzierten Fischsauce bekannt, was man bei unguenstigem Wind gut riechen konnte!

Die erste Nacht verbrachten wir im "Zentrum" - dieser Standabschnitt ist aber eher fuer die "Wohlbetuchteren" reserviert, und dementsprechend teuer. Fuer die restlichen drei Nachte folgten wir dem Tipp aus dem Lonley Planet und bezogen eine Strandhuette am oestlichen Strandende. Das entsprach genau unserer Vorstellung: Guenstig, schoener Strand und Sunbeds (leider ohne gemuetliche Auflage).




Ansonsten ist hier absolut tote Hose - bis auf die vier "Sehenswuerdigkeiten", welche wir mit zwei Motorroller-Guides abgeklappert haben. Dies waeren der Fairy Stream, die roten und weissen Sandduenen und der sog. Red Canyon. Bis auf die weissen Sandduenen war alles reiner Touri-Nepp. Die Sandduenen dafuer ein wirkliches Erlebnis! Man fuehlte sich wie in der Sahara inklusive Fata Morgana.






Weitere Hoehepunkte des puren Nichtstun waren unendlich viele Sandfliegen, von welchen wir noch lange was haben werden (so wie das juckt!), vermutete Bettfloehe und Caro's Bekanntschaft mit den Tentakeln einer Qualle! Geheimrezept aus Vietnam hierfuer: Die Stelle mit in Wasser aufgeloestem Zucker einreiben. Wirkt Wunder!

Den letzten Abend haben wir in einem "Restaurant" verbracht, wo BBQ mit einem kleiner Grill direkt auf dem Tisch zubereitet wurde. Fuer ca. 1,20 Euro pro Person gab's Beef und Fisch inklusive Reis und Gemuese. Alex' erste Geschaeftsidee fuer zuhause! Hoffentlich folgen noch bessere... ;-)




Morgen geht's mit dem Bus weiter nach Dalat, einem Bergdorf auf ca. 1500m, um ein Gefuehl von Winter aufkommen zu lassen! Tagsueber soll es da auch nur ca. 15 Grad haben und nachts kann es frostig werden. Aber wem sagen wir das...

Dienstag, 6. Januar 2009

Vietnam: Around Ho Chi Minh City

Am naechsten Tag buchten wir eine Guided Tagestour zu den Chao Dai Tempeln an der kambodschanischen Grenze und den Cu Chi Tunnelsystemen aus dem Vietnam Krieg.

Im Chao Dai Tempel konnten wir vom Balkon aus eine halbstuendige Messe beobachten.
Chaodaismus ist eine relativ neue Glaubensgemeinschaft aus dem 20. Jahrhundert (eine Mischung aus Katholizismus, Hinduismus, Buddhismus). Fuer die Dauer der Messe war die Fahrt dahin allerdings mit 3,5 Stunden verhaeltnismaessig lang... (Richtung Kambodscha werden auch die Strassen nicht gerade besser.)




Um einiges aufregender waren die unterirdischen Tunnelsysteme der Vietcongs, die ueber eine Gesamtlaenge von 220 km verlaufen. Der Durchmesser betraegt stolze 60 Zentimeter, so dass die Vietcongs auf ihren Ellenbogen robben mussten! Fuer Touristen wurde ein Stueck Tunnel hoeher ausgebaut, um das (etwas entspannter) selbst mal erleben zu koennen. Fuer Alex dennoch zu klein. Alter Angsthase! Und selbst Caro gibt zu, dass es nicht wirklich Spass gemacht hat (man bekommt echt Platzangst auf so engem, dunklem Raum!) und ist nach der Haelfte lieber zum Notausgang raus :-)

Caro im Touri-Tunnel

Hinterlistige Falltuer der Vietcongs

Bombenkrater

Auf dem Rueckweg Richtung Saigon mussten wir leider noch mit ansehen, wie ein Mensch bei einem Unfall (LKW vs. Moped) ums Leben kam. In der Innenstadt war man noch so vom "System" des Verkehrs angetan, der auf so wunderliche Weise so gut funktioniert - auf dem Land hingegen siegt wohl leider meistens der Staerkere.

Abends haben wir uns dann ein sog. Open-Tour-Busticket gekauft. Route: Saigon - Mui Ne - Dalat - Saigon. Man kauft bereits ein Ticket fuer die gesamte Route, ist aber zeitlich flexibel. Nach drei Naechten Saigon ist uns aber klar: Wir muessen jetzt erstmal beachen!

Als Ziel fuer die restliche Zeit in Vietnam haben wir uns fest vorgenommen, alles ueber den Vietnamkrieg und dessen Hintergruende zu erfahren, da man mit Erschrecken feststellen musste, wie wenig man doch eigentlich weiss!


Alles im Allem waren die Naechte in Saigon eine tolle Erfahrung und eine sehr faszinierende Stadt.

Samstag, 3. Januar 2009

Vietnam: Ho Chi Minh City

Nach unserem kurzen Abstecher in Bangkok sitzen wir bereits am naechsten Tag wieder im Flugzeug Richtung Vietnam. Nachdem wir den letzten oeffentlichen Bus (ca. 10 Cent) in die Stadt verpasst haben, mussten wir leider doch wieder ein Taxi nehmen, welches dann gleich mit ca. 10 U$ die Urlaubskasse belastete. Man konnte sich so allerdings gleich an den aussergewoehnlichen Fahrstil und an die chaotischen Verhaeltnisse auf den Strassen gewoehnen.






Die Unterkunft nahe der Pham Ngu Lao, das Red Sun Guest House, ist prima und mitten im Zentrum, so dass alle Sehenswuerdigkeiten zu Fuss erreichbar sind - wobei die groesste Herausforderung hierbei sein duerfte, eine Stasse lebend zu ueberqueren! Ampeln existieren in Ho Chi Minh Stadt so gut wie gar nicht. Die Regel ist: Bus vor Auto, Auto vor Moped und Moped vor Fussgaenger. D.h. Einfach loslaufen (wichtig: ganz langsam!), Blick immer zu den Mopeds und Autos gerichtet. Ggf. mitten auf der Strasse stehen bleiben und die Mopeds und Autos vorbei lassen.




Wovon wir sicherlich noch traeumen werden, ist die "Zubereitung" von lebenden Froeschen auf den Maerkten. Mit einer Schere werden zuerst die Beine und Arme, dann der Kopf abgschnitten und zum Schluss gehaeutet. Und: Er zappelt danach noch immer!




Abgesehen von den Froeschen ist die vietnamesische Kueche aber ausgezeichnet!