Samstag, 6. Juni 2009

Singapur (03.06.-05.06.09)

Unsere letzten Stunden in Sydney zeigten sich mal wieder total verregnet - so wie wir es eben gewohnt waren.... Nachdem wir den Vormittag noch ganz gemuetlich mit Packen und ausgiebigem Fernseh-Kucken in der Wohnung verbracht hatten, liefen wir mittags ein letztes Mal zum "Cross" um guenstiges Sushi (eine grosse Rolle fuer gerade mal einen Euro!) zu kaufen und es spaeter am Flughafen zu essen.

Der Flug nach Singapur dauerte ziemlich genau 8 Stunden - fuer uns ja keine Zeit mehr :-)... Zudem war es wohl der erste Flug, wo die Maschine nicht ganz voll war, so dass wir uns schoen breit machen konnten. Als wir nochmal komplett ueber Australien geflogen sind, haben wir zum ersten Mal realisiert, wie gross dieser Kontinent eigentlich ist und welche Strecken wir in den 2 Monaten zurueck gelegt hatten! Es dauerte ewig, bis wir mal ueber dem Outback waren und nach Alice Springs flogen wir sogar 3,5 Stunden aus. Als wir die Hoehe Darwin erreicht hatten, sassen wir ungefaehr schon 5 Stunden im Flieger...

Es war wirklich extrem beeindruckend, nochmal ueber das Outback zu fliegen! Man konnte sich noch einmal so richtig hineinfuehlen. Diese rote Weite...



Als wir in Singapur am Flughafen ankamen, war es doch schon 23 Uhr Ortszeit - was aber hiess, 1 Uhr australische Zeit. So kaempften wir uns erschoepft mit der MRT (die Metro in Singapur) zu unserem vorgebuchten Backpacker Hostel...



Als wir allerdings dort ankamen und unser dunkles, ganz einfaches, leicht schmuddeliges Zimmer OHNE FENSTER in Empfang nahmen, war unser beider Gedanke: erst mal ein 'Schlummiefix'-Bierchen trinken gehen. Asien hat uns wieder!



Eine Hitze war das heute Nacht im Zimmer! Sind wir ja alles andere als gewohnt... Die Betten allerdings waren recht gemuetlich und ohne Tiere, somit wollen wir nicht klagen. Nach einem spartanischen und sehr bescheiden schmeckenden Fruehstueck im Hostel - Toast, warme Magarine und suesse Aprikosenmarmelade (mehr ist im Preis nicht drin...) - machten wir uns auf den Weg, die Stadt zu erkunden.

Singapur ist eine sehr saubere Stadt und irgendwie so gar nicht asiatisch. Sowohl Architektur als auch die ganze Technik der Stadt sind recht modern. Und es gibt viele hippe Lokalitaeten. Das hat eben auch seinen Preis: Singapur ist alles andere als guenstig vergleicht man es mit den anderen asiatischen Staedten!

Wir haben uns eine MRT-Tageskarte gekauft, denn alles abzulaufen waere zu weit gewesen. So sind wir eben den ganzen Tag quer durch die Stadt gefahren...


Ein bisschen Skyline vom Boat- und Clarkes-Quay betrachtet


Eine angesagte Bar im In-Viertel "Clarkes-Quay" mit Namen "Clinic" - und so war sie auch ausgestattet...


In Chinatown


Darauf haben wir uns am Meisten gefreut: Unser erstes original-asiatisches Essen!
Oh das war wieder lecker!!


Reges Treiben der Singapurianer


In Little India

Abends trafen wir uns mit Babs, einer Freundin von Alex, die vor 13 Jahren nach Singapur ausgewandert ist. Nachdem wir gemeinsam in einem Foodcourt verhaeltnismaessig guenstig essen waren, gingen wir noch was Trinken.

In einer schicken Bar (fuer uns eigentlich nicht bezahlbar, aber es war Happy Hour) tranken wir zur Feier des Tages mal einen Cocktail - und welcher wuerde sich da besser anbieten als ein Singapur Sling!?! ... Ist aber schon recht suess und nicht so unser Fall mussten wir feststellen.



Und dann hat uns die liebe Babs auch noch eingeladen, und das, obwohl sie unsere "warmen" Klamotten netterweise fuer den Monat, in dem wir jetzt noch rumreisen, aufbewahrt.

Toll, unsere Rucksaecke sind wieder tragbar und ungefaehr so leicht, wie zu Beginn der Reise. Unglaublich was sich alles ansammelt... So arg haben wir gar nicht geshoppt!

Montag, 1. Juni 2009

Australien: Sydney (31.05.-03.06.09)

Nach einer erholsamen Nacht und einem atemberaubenden Blick aufs Sydneys Skyline beim Aufwachen, hiess es heute Morgen: Rucksack schnueren und den Camper 'abgebebereit' zu machen. Zum ersten Mal seit zwei Monaten haben wir am Tisch im Camper gesessen - die ganze Zeit hatten wir den Wohnbereich auf Schlafstellung... ;-) Ein ungewohntes Gefuehl.



Hannes hat auf dem Weg zu einem Fussballspiel netterweise unser Gepaeck in sein Auto geschmissen, so dass wir uns nur mit den kleinen Rucksaecken in Richtung Vermieter aufmachten. Das Auto war natuerlich tadellos und der Vermieter hatte nichts zu beanstanden. Puh! Und so hatte unser Camperdasein nach 3 Monaten ein Ende - zusammen mit Neuseeland sind wir ueber 22.000km gefahren!

Mit der Bahn ging's zurueck in die City, wo wir direkt ins quirlige Chinatown rein sind.



Dort haben wir einen Koffer gekauft, da a.) unsere Rucksaecke unverstaendlicherweise ueberquellen und wir b.) in Singapore unseren dicken Pullis und langen Unterhosen bei Babs - einer Freundin aus Calw - zwischenlagern duerfen.



Natuerlich sind wir auf dem Rueckweg durch den Hyde-Park zu Verena und Hannes, wo wir tollerweise die letzten drei Naechte verbringen duerfen, nicht an der German Bakery vorbei gekommen und haben erstmal 'Suesse Teilchen' fuer den Nachmittagsklatsch eingekauft. Ach wie schoen: Nach drei Monaten mieser Campingmatraze endlich wieder in einem richtigen Bett schlafen!

Abends ging's zum extrem leckeren Thai um die Ecke und anschliessend wurde die Glotze fuer uns angeschmissen. Prima!

Am naechsten Morgen wurde relaxed und das Gefuehl von 'Freiheit' in einer Wohnung genossen. Mittags haben wir dann unsere Reiselektuere an den Mann gebracht, nochmal bissl in der City 'gebummelt', fuers Abendessen eingekauft und ein wenig gebloggt.



Abends hat sich Alex mit grosser Anspannung an Pasta versucht - es ist halt nicht einfach, fuer Italiener Nudeln zu kochen... Aber wenn man Hannes glauben konnte, war das Essen tiptop! ;-) Im Fernseher lief dann ne nagelneue Folge von "Desperate Housewifes', allerdings musste Caro mit Entsetzen feststellen, dass sie waehrend der Reise eine komplette Staffel verpasst hatte, und ueberhaupt nicht mehr mitkam.

Am naechsten Tag stand bei tollem Wetter noch die fehlende Faehrfahrt nach Manly auf dem Programm. Allein schon die Fahrt durch den Hafen mit einmaligem Blick auf die Oper, die Harbour Brigde und die schoene Skyline war grosse Klasse, machte uns aber auch ein wenig traurig, da wir wussten, diese tolle Stadt bald wieder verlassen zu muessen.



Nach einem "Stadt"bummel haben wir bei einem Cappuccino an der Uferpromenade von Manly Beach noch lange den Surfern zugeschaut, bevor es zurueck nach Sydeny ging.



Abends wollten wir unbedingt nochmal Burger essen gehen (die sind hier besonders lecker und mit Rote Beete gemacht!) .So haben wir uns mit Hannes zum Burger-Essen am Kings Cross aufgemacht. Unglaublich: Hier gibt es ein Restaurant, wo dienstags der Burger nur 4AUS$ kostet und das Bier dazu ebenfalls! So konnten wir unseren letzten Abend nochmals in vollen Zuegen geniessen!

Australien: Port Stephens, Newcastle, Sydney (30.05.09)

Wie schon vermutet hatte es Niemanden gestoert, dass wir auf dem Parkplatz schliefen. Das tolle war, dass es auch noch Duschen hatte. Zwar arschkalt, aber danach waren wir mal richtig wach ;-)

Nachdem es fast nicht sein konnte, dass wir jetzt schon 2 Monate in Australien sind, ohne dass wir je einen der beruehmten australischen Pie's gegessen haben, war es heute dringend an der Zeit! Und einen besseren Ort als bei 'Red Ned's' in Nelson Bay, der fuer seine ueber 70 verschiedenen Sorten (!!) im ganzen Land bekannt ist, haette es wohl eh nicht geben koennen. Fuer Alex gab's einen "Beef Stroganow Pie" und fuer Caro einen "Garlic Prawn Pie" - selbstverstaendlich beide inkl. Mash Potatoes, Peas und Melted Cheese. Da stoerte es uns auch nicht, dass es erst 9.30 Uhr morgens war ;-)
Allerdings mussten wir doch feststellen, dass diese Dinger derart gehaltvoll sind, dass wir nur die Haelfte schafften und die andere gab es halt dann mittags.



Nachdem wir die Halbinsel "Port Stephens" noch ein bisschen weiter abgegrast hatten, ging es weiter suedlich nach Newcastle. 
Ausser den Zipfel "Nobby's Head" ist Newcastle nicht sonderlich sehenswert. Die Stadt besteht eigentlich rein aus einem Industrie-Hafen.

In Nobby's Head sind wir die Breakwall entlang bis ins Meer raus gelaufen. Mann, kann sich das ziehen! War aber wunderschoen. Und - erwaehnenswert - die Sonne kam raus...




Erschoepft zurueck am Auto angekommen, fuhren wir weiter - immer parallel zumeher  langweiligen Highway die Strassen an der Kueste entlang. Was aber letztendlich auch bissl nervig war, weil wir andauernd an Ampeln halten mussten!

Von Newcastle war es nicht mehr weit bis nach Sydney rein. So war es heute soweit und wir erreichten wieder die Stadt, von der wir vor ziemlich genau 2 Monaten gestartet sind... Einerseits mit grosser Freude, weil wir Sydney einfach lieben, andererseits natuerlich auch bissl sentimental, weil unsere Australienreise somit ein Ende hatte...

Tatsaechlich haetten wir erst in 2 Tagen in Sydney eintrudeln wollen, doch das schlechte Wetter hat uns dazu gebracht, lieber ein paar Tage mehr in Sydney zu verbringen, als weiter im Regen im Camper womoeglich noch einzugehen ;-)

Hannes hatte uns einen super Overnight-Parkplatz an einem Park genannt, wo es wohl keinen stoert, wenn wir hier stehen. Noch dazu ein so wunderschoener Platz! Mit unglaublich fantastischem Blick auf die Skyline von Sydney! So liess es sich die letzte Nacht in unserem Camper noch einmal perfekt aushalten...





Australien: Port Macquarie, The Lakes Drive, Lemon Tree Passage (29.05.09)

Langsam aber sicher - und je naeher wir Sydney kommen - haben wir uns damit abgefunden, dass wir nun definitv keinen strahlenden Sonnenschein und/mit Waerme bekommen werden. Aber Suedostasien rueckt unaufhoerlich als naechstes und letztes Reiseziel naeher, wo wir uns bestimmt an die angenehmen 18 Grad zuruecksehnen werden - in Indonesien hat es naemlich wieder 35 Grad & 80% Luftfeuchtigkeit...

Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir heute Morgen Port Maquarie - natuerlich bei Regen. Beim Fruehstueck haben wir aus dem Camper den Surfern zugeschaut. Immer wieder cool anzusehen. 'Highlights' dieser Stadt sind die Breakwall, wo sich Jedermann auf den Steinen verewigen kann, und das Koala Hospital. Beides eine wirklich schoene Abwechslung...






Aber nicht, dass die Koalas nicht eh schon absolut unaktiv waeren, tat die Kaelte noch ihren Rest dazu. Geschlafen ham se... ;-) Wobei die Patientenakten zum Teil wirklich traurig zum Lesen sind - grossteils wurden die Koalas bei den schlimmen Buschbraenden im Februar verletzt.

Der Lakes Drive waere mit all den schoenen Seen, die nur durch Landzungen vom Meer getrennt sind, bei Sonnenschein sicherlich sehr schoen gewesen. Hm - mehr muessen wir wohl nicht sagen...

Hannes hatte uns noch den Tipp mit Seals Rock als Zwischenstopp auf dem Weg gegeben - hier machte uns allerdings die Einschraenkung im Mietvertrag, keine unsealed roads zu fahren, wieder einen Strich durch die Rechnung.  

So kamen wir abends realtiv gefrustet an der Lemon Tree Passage in Port Stephens an. Zum Trotz haben wir hier zum 1. Mal unser Nachtlager an einer offiziell verbotenen Stelle aufgeschlagen - einem Parkplatz dirket am Meer. Aber bei dem Regen hat das natuerlich Niemanden gestoert - maximal die Pelikane am Strand... ;-)
 




Australien: Dorrigo NP, Nambucca Heads, South West Rocks (28.05.09)

Die Nacht war wirklich kalt! Daher waren wir echt nicht traurig, auf einem Campingplatz zu sein und nochmal in den Genuss einer heissen Morgendusche zu kommen...

Unabhaengig von der sich deutsch anfuehlenden Kaelte, erinnerte uns die Landschaft auch hier wieder extrem an Zuhause mit all den herbstlichen Laubbaeumen. Schon bemerkenswert, wie sehr wir uns ueber solch banale Dinge freuen koennen... :-) 



Frisch und munter machten wir uns zeitig zu den Highlights der naeheren Umgebung auf: Die Dangar Falls und der Dorrigo National Park mit seinem beruehmten Skywalk ueber den Gipfeln des kaltgemaessigten Regenwaldes. 

Zum ersten Mal waren wir den Regenfaellen der letzten Tage dankbar: Der Wasserfall fuehrte Unmengen von Wasser und war so natuerlich wirklich sehenswert:


Der Skywalk mit einem tollen Aussichtspunkt ueber die Berge bis hin zum Meer war ebenfalls sehr interessant, so dass wir beschlossen, noch eine kleine Wanderung dranzuhaengen. Schon interessant, wie unterschiedlich Regenwaelder sein koennen - und davon haben wir hier echt viele gesehen! ;-) Dieser erinnerte sehr an Tarzan....




Weiter ging's wieder zurueck an die Kueste: Nambucca Heads - ebenfalls ein bekannter Surfspot hier im Aussie-Land. Hier gab's mittags BBQ in der Sonne (abends ist es mittlerweile doch schon zu kalt!) und einen schoenen Blick ueber den Ort vom Captian Cook Lookout:



Ein wunderschoener Tourist Drive entlang des Macleay River parallel zum Highway fuehrte uns nach South West Rocks und zum Smoky Cape. Diese Gegend ist seltsamerweise vom Tourismus noch verschont geblieben... Warum auch immer, es ist eigentlich eine echt schoene Gegend.





Ebenfalls auf dem Tourist Drive kommt man an Arakoon vorbei. Durch Zufall (zugegebenermassen durch eine falsche Abbiegung) sind wir auf eine abgelegene Recretion Area gestossen, wo gaaaanz viele Kaengu-Huepfer hoppelten und Gras frassen. Die Tiere waren sehr zutraulich und wir waren ganz alleine mit ihnen. 



Immer wieder kann man sich an ihnen erfreuen! Und sehr amuesant: manchmal koennen sie so dumm kucken:


Spaeter wollten wir eigentlich nach Cresent Head vom Tourist Drive abbiegen. Cresent Head ist 
die Longboard Metropole Australiens. Doch eine ueberflutete Strasse hielt uns davon ab. So sind wir eben nur noch auf eine Rest Area gefahren, wo wir den Tag im Camper haben ausklingen lassen, weil es doch leider auch schon wieder zu Schuetten begonnen hatte. Naja, immerhin - wir denken ja jetzt schon anders: 2 Sonnentage hatten wir! Jippie!!

Zum Abendessen gab es heute nur noch Brotzeit, weil wir ja mittags schon unser Festmahl hatten. Alex hatte sich aber diesmal besonders viel Muehe gegeben und richtig luxurioes vorbereitet:




Australien: Coffs Harbour (25.05.-27.05.09)

Da wurden wir doch heute Morgen mal wieder ganz ausgiebig von Papageien geweckt. Sassen direkt aufm Baum ueber uns... Bzw. wir standen wohl direkt unter IHREM Baum. Glaubt man gar nicht, wie laut die "kraehen" koennen! Aber so schoen wie sie sind, kann man ihnen auch nicht boese sein...


Eigentlich wollten wir nach'm Aufstehen nur mal zum Hafen fahren, um dort nach guenstigem Seafood zu kucken. Doch wir blieben an einem Schild haengen, das "Whale Watching" aussagte. "Tuesday, 9.30 AM" - also HEUTE in 15 min! Sind wirklich schon Wale vor der australischen Kueste? Die Wal-Saison, wenn die Buckelwale von der Antarktis die australische Kueste entlang in die waermeren Gewaesser ziehen, beginnt eigentlich erst im Juni. Aber die ersten Wale sind wohl bereits vor der Kueste zu sehen. Man versicherte uns, dass wir welche sehen wuerden. Zudem war die 2,5 stuendige Tour ein Special Offer, weil eben erst Beginn der Saison ist. So mussten wir nur unschlagbare 39 AU$ pro Person zahlen! Die Haelfte des gewoehnlichen Preises... Ein Angebot, dem wir natuerlich nicht widerstehen konnten - also spontane Entscheidung: in 10 min rauf auf's Boot! 

Es waren auch wirklich nicht viele Mitfahrer an Bord... Genau genommen mit uns noch eine 5-koepfige Familie. Das auf einem 120-Mann-Boot...

Grosse Vorfreude zum ersten Mal im Leben Wale zu sehen:


Doch letztendlich war es leider eine eher erfolglose und zudem recht wellenreiche Fahrt... Wir haben zwar den ein oder anderen Buckelwal von Weitem erblicken koennen (sicherlich mind. 400 m entfernt), doch ausser mal ein Auspusten oder einen weissen Bauch sah man nicht viel. Stattdessen wurde Caro auch noch bissl seekrank von dem ganzen Geschaukel... Das hat sich ja gelohnt!

Der Veranstalter selbst war aber auch ganz enttaeuscht und meinte, es laege wohl an dem Unwetter der letzten Tage, dass die Tiere grad noch sehr erschoepft waeren. So boten sie uns an, morgen die Tour nochmal kostenfrei mitzumachen.

Das liessen wir uns nicht 2-mal sagen! Dann eben fuer 39AU$ zweimal aufs Meer... ;-)

Mussten wir am Nachmittag nur noch Uebelkeitstabletten kaufen gehen, damit wir am naechten Tag beide die Fahrt geniessen konnten.

Nachdem der Highway Richtung Sueden nach wie vor gesperrt war, haetten wir eh nicht weiterfahren koennen. So genossen wir den "freien" Tag in Coffs Harbour, fuer unsere Maegen goennten wir uns ein neues Mal leckerste Fish & Chips (diesmal: Crumbed Flake (Haifisch)) und uebernachteten wieder free auf der schoenen Picnic Area in Coffs Harbour Jetty.

Ja...taeglich gruesst das Murmeltier:

7:00 Uhr - Guten Morgen Papageien!
9:30 Uhr - Rauf aufs Boot:


Heute allerdings: schoenstes Wetter, ruhiges Meer. Die besten Voraussetzungen also fuer eine schoene Bootstour.

High Five! Diesmal dauerte es auch gar nicht lange, bis wir die ersten Buckelwale schwimmen sahen und sie unglaublich nahe an unser Boot kamen. Sicherlich bis zu 10 Meter heran! Echt faszinierend wie gross diese Tiere sind! Eine kleine Familie mit 2 ausgewachsenen Tieren von etwa 30 Metern Laenge und einem Baby-Wal schwommen ca. eine halbe Stunde neben unserem Boot her und tauchten immer mal wieder auf und ab. Sehr elegant wie diese Wale sich bewegen.




In der Sonne genossen wir die Rueckfahrt zum Hafen und fanden im Anschluss heraus, dass der Pacific Highway heute wieder geoeffnet wurde. So konnten wir uns gegen Nachmittag weiter auf den Weg machen...

Col hatte uns den Tipp gegeben, einen kleinen Abstecher von ca. 50 Kilometern ins Hinterland nach Dorrigo zu machen. Soll sehr schoen sein... Und ist es auch wirklich! Allerdings ist es auch gleich wieder arschkalt - wir befinden uns auf 800 Hoehen-Metern! So checkten wir lieber mal auf einem Campingplatz ein, um uns mit einer heissen Dusche aufzuwaermen.


Australien: Nimbin, Bald Rock NP, Emerald Beach (24.05.-25.05.09)

Nachdem wir Byron Bay am Vormittag verlassen hatten, ging's zum ultimativen Hippie-Oertchen Nimbin. Hier soll also Australiens Gras- und Kifferhochburg sein...

Die Fahrt dahin durchs bergige Hinterland war sehr schoen, wenn auch die Wolken tief drin hingen. Nimbin ansich ist wirklich putzig und mit 400 Einwohnern sehr ueberschaubar. Und tatsaechlich: Hier dreht sich wirklich alles ums Kiffen! Alle breit und total relaxed - dafuer ein wenig schmuddelig... 



Ein Highlight ist das Nimbin-Museum, welches man unbedingt gesehen haben sollte:



Anschliessend haben wir uns in Richtung New England ueber den Bruxner Highway aufgemacht. Und auch hier war das Hochwasser noch allgegenwaertig:



Die Landschaft erinnert so langsam wieder an Zuhause, da sich in den kalt-feuchten Regenwald schon wieder Laubbaeume unterschmuggeln. Und es ist defenitiv Herbst hier und arschkalt! Unser Nachtlager haben wir kurz hinter Tenterfield aufgeschlagen - nateurlich wieder auf einer kostenlosen Rest-Area mit Plumpsklo und untrinkbarem Wasser. Aber schliesslich sind wir mit unserem Camper total ausgestattet!


Am naechsten Morgen haben wir uns warm angezogen und sind zum Bald Rock National Park gefahren, wo sich der groesste Granithmonolith der suedlichen Hemisphaere befindet! Eigentlich wird von der Besteigung nach Regenfaellen und in den Morgenstunden abgeraten, da es eine recht rutschige Angelegenheit sein soll - aber wir brauchten dringend Bewegung! 





Der Aufstieg hatte sich allemal gelohnt. Der Blick von oben war wirklich atemberaubend...






Runter haben wir allerdings den Weg durch den Wald genommen, da der direkte Aufstieg stellenweise doch ein wenig rutschig war. Aber auch hier fanden wir tolle Fotomotive...



Der New England Highway fuehrte uns weiter nach Glen Innes, wo wir wieder Richtung dem waermeren Kuestenstaedtchen Grafton abgebogen sind. Mittagspause gab's an einem Lookout mit einem tollen Blick ueber einen riesigen National Park:



In Grafton angekommen, wollten wir eigentlich noch einen Abstecher nach Yamba machen - hier soll es anscheinend noch so sein, wie es in Byron Bay vor 20 Jahren war - allerdings machte uns auch hier eine Strassensperrung wegen Hochwasser einen Strich durch die Rechnung. Grrrr....

So sind wir abends, bevor wir noch am Emerald Beach Surfern ueber die Schulter geschaut haben, bereits in Coffs Harbour eingetrudelt, wo wir direkt hinter der Seaworld einen tollen Platz zum Schlafen gefunden haben - inklusive jaulenden Seehunden! ;-)